Urbane Künste Ruhr: Vom Stadtlabor zum Archipel inVest

Utopische Möglichkeiten der Nutzung öffentlichen Raumes werden erprobt

Das Ruhrgebiet ist stark im Umbruch begriffen, aber wie wandelt es sich zur Metropole? Zwischennutzungen von leer stehenden Innenstadtgebäuden durch Performances, Kunstinstallationen und eben Stadtlabore, all das ist nicht wirklich mehr neu für die Problemzonen der Region. Aber kommt das auch langfristig bei den Bewohnern der Städte zwischen Emscher und Ruhr an? Oder bleiben die bislang dargebotenen Alternativen in einer Kunst- und Ökonische hängen, die den Alltag nicht wirklich zu durchdringen vermag?

 

Archipel inVest will mehr aus dieser Situation machen und hat aus vier Forschungsbereichen eines typischen Stadtlabors vier konkrete Projekte gedeihen lassen. Hier im Vestischen Kreis im Bahnhofscenter der Stadt Gelsenkirchen, in Recklinghausen und Marl will man die Bewohner zur Annahme der enormen Herausforderungen animieren und integriert einige von ihnen in die Projekte. So hat die für Urbane Künste Ruhr projektausführende Agentur KUNSTrePUBLIK Einzug in das Bahnhofscenter Gelsenkirchen gehalten und das Archipel InVest mit den neuen Produktbereichen MyVest, InVest, HarVest und RestVest erschaffen. Dahinter verbirgt sich keine neue Bank sondern eine vielfältige Auffassung von Investition in Identität und Nachhaltigkeit.

 

Es werden Kulturchampi(gn)ons geerntet. Opel Arbeiter kommen bei REFUNC wieder in Arbeit und internationalen Kontakt mit jungen Leuten. Die Gemeinsamkeiten der indischen über acht Millionen Einwohner fassenden Metropole Bangalore und der Stadt Gelsenkirchen werden im Realitäts-Spiel Investment Zone ausgelotet und man kann heraus finden, was ein Büro für Soapifizierung ist.

 

 

Text: Boris Alexander Knop

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Fr, 18.10.2013 0

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29.11.2009

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Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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