Urbane Künste Ruhr Symposium: Wo ist das Bedürfnis nach Öffentlichkeit und Public Art hin?

Can’t You Crawl to Another Town reflektierte die künstlerisch innovative Stadt

Die Urbanen Künste Ruhr verfolgen einen breiten Begriff von Kunst. Neben den bildenden Künsten setzen sie sich auch für die darstellende Kunst und die Interkultur ein. Aber wie wird das im urbanen Raum implementiert? Wie schafft man dort ein Publikum, wo zunächst kein Spielort zu sein scheint?

 

Die Diskussion ist nicht neu. Die Diskussion ist komplex. Das Symposium zu Can’t You Crawl to Another

Town wagte sich in das Terrain aus Soziologie, Architektur und Kunst. Denn wie gestaltet sich Öffentlichkeit heute? Kann Kunst dabei ein Bindeglied zwischen Bürger und Stadt stiften? Fabian Lettow vom Kainkollektiv gibt zu bedenken, dass „Öffentlichkeit ein schwierig gewordener Ort ist“, an dem sich „die Probleme zum Teil der Sichtbarkeit und der Sprechbarkeit entziehen.“ Theater im öffentlichen Raum kann genau da sehr gut ansetzen.

 

 

Es gab eine Zeit in der diese Schlupfwinkel und –löcher erhellt und bespielt wurden und die ist noch gar nicht so lange her. Und mittlerweile haben einige Heimweh nach der Kulturhauptstadt. Und man muss sich tatsächlich fragen, warum vieles nach Ruhr2010 wieder einschlief, was zu einem nachbarschaftlichen und weltoffenen Lebensgefühl im Alltag beitrug. Eine Besucherin des Symposiums Can’t You Crawl to Another Town erinnert sich: „Dieses Gefühl, das war so toll! Das Bedürfnis ist doch da, das haben wir doch 2010 an allen Ecken und Enden gespürt. Und das ist unsere Vision!“

 

   

Text: Boris Alexander Knop

Fr, 07.06.2013 0

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29.11.2009

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Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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