Science Slam – Unterhaltung oder die Zukunft der Bildung?
Der Science Slam holt die Nachwuchswissenschaftler aus den Laboren und Uni-Bibliotheken auf die Bühne. Wir haben Dr. Ingo Bosse, Rehabilitationspädagoge an der Uni Dortmund, während seiner Teilnahme beim populären Wissenschaftswettstreit begleitet und versuchen der Frage nachzugehen, ob die beliebte Veranstaltung mehr als ein Trend ist.
Prädispositive Rezeptionsvoraussetzung? Der Dozent der TU Dortmund weiß, dass er diesen Fachbegriff heute Abend ausnahmsweise einmal vermeiden sollte, auch wenn es ihm schwer fällt. Bei Tagungen und Kongressen hat er unzählige Male gesprochen, seine Studenten hören ihm sowieso zu – sie brauchen den Schein…
Zehn Minuten, klare Spielregeln
Doch heute Abend hält er seinen Vortrag vor mehreren hundert (überwiegend) fachfremden Laien, die zwar interessiert sind, aber auch verstehen wollen, wovon er spricht. Und vor allem unterhalten werden wollen. Bosse hat zehn Minuten Zeit, um nach klaren Spielregeln einen ansprechenden, fundierten Vortrag zu halten, der das kritische Publikum überzeugt, am Ende für ihn abzustimmen. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Drei weitere Nachwuchswissenschaftler wollen die Zuschauer von ihrem Forschungsgebiet überzeugen.
Das 2010lab.tv-Team hat Dr. Bosse während des Dortmunder Science-Slams begleitet, Veranstalter Luups und Publikum nach der Faszination des Slams befragt und mit 1Live-Wissenschaftsjournalist Professor Holger über die neuen Darstellungsmöglichkeiten von Wissensvermittlung gesprochen.
Text: Jens Mayer
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