co:funding 2012: take it from the crowd

Die Crowd ist viel mehr als eine geldgebende Masse

Crowdfunding ist mehr als die Finanzierung eines kreativen Projektes durch die Masse. Das hat die Subkonferenz co:funding auf der re:publica anschaulich gezeigt. Diejenigen, die es gemacht haben und danach glücklich damit wurden, haben vor allem eines nicht vergessen und zu schätzen gelernt: die Crowd.

 

Einseitige Geschäftsbeziehungen werden in kreativer Zukunft nicht lange überleben. Wer Crowdfunding Ernst nimmt, der weiß schon heute, was die Crowd alles möglich macht, denn Crowdfunding selbst ist nur eine unter vielen Methoden des Crowdsourcings. Projekte finanzieren sich nicht nur durch die Crowd, die Crowd kann und will mehr. In der Crowd, die unterstützt, kann man denjenigen Handwerker finden, der aus der Idee einen stabilen Stuhl zum Sitzen macht. In der Crowd kann man den Lichttechniker für seinen Gig finden oder den Schauspieler für die Rolle des Protagonisten in dem Film oder Theaterstück, dass über Crowdfunding seine Projektförderung erlangt.

 

Wenn die Akzeptanz des Crowdsourcings mit den Projektfördersummen, die Crowdfunding in den USA schon heute erreicht, erst einmal so richtig über den Atlantik geschwappt ist, dann können wir auch getrost das alte Urheberrecht fallen lassen. Wir werden alle kontinuierlich an Projekten in Clouds arbeiten und niemand wird sich mehr fragen, wem gehört hier welche Seite oder welche Abbildung des gemeinsamen Buches oder die Musik zu einer Spielfilmsequenz.

 

Was in Zukunft z. B. als Verlag nicht mehr geht ist, dass man seine Projekte durch Crowdfunding finanziert und dann die Titel urheberrechtlich schützen lässt. Wer so handelt, hat in Zukunft die Rechnung ohne die Crowd gemacht.

 

 

 

 

 

Text: Boris Alexander Knop

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Fr, 01.06.2012 0

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29.11.2009

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