B1 | A40 - Die Schönheit der großen Straße

Die Schlagader des Ruhrgebiets ist ein Gewinn für die Kunst

Ganz und gar NICHT temporär, sondern dauerhaft ist die Bundesstraße 1 / Autobahn 40, Ost-West Schlagader des Ruhrgebiets und Ort einer der erinnerungsträchtigsten und bestbesuchten Events im Kulturhauptstadtjahr 2010. Doch wer Nachhaltigkeit mit A sagt, muss auch B1 sagen.

 

Und so finden auch ohne Vollsperrung und die längste Tafel der Welt entlang der B1/A40 Route Aktionen, Installationen und nicht bleibende, bauliche Ergänzungen statt, um eine Debatte über diesen Raum, zu ermöglichen aber - Stichwort temporär - auch nicht abzuschließen.

Dazu gehört die Arbeit mit den Menschen, nicht allein mit dem Beton der Straße. Die Künstlerin Jeanne van Heeswijk meint, dass all die Menschen, die entlang der Strecke leben, sich ohnehin einen eigenen Raum schaffen. Kunst und Aktionen gehen dann in den Köpfen der Leute weiter und vermengen sich mit den eigenen Vorstellungen. Und die Künstler wollen, ja können wohl auch nicht, etwas gänzlich neues schaffen, sondern entlang der Strecke, quasi im Entstehen, aber vor allem im Dialog mit den Anwohnern Anstöße geben, den Raum für sich zu nutzen. Wenn sie die Anwohner bestärken in ihrem Wunsch, aus einer doch meist negativ wahrgenommenen Umgebung etwas zu gestalten, ist das ein Gewinn für den Ort und die Kunst. Kurator Markus Ambach hält für diese Art Kooperation von öffentlicher Gegenwartskunst bei Gegenwart der Öffentlichkeit das Ruhrgebiet nach wie vor für einen Pionierraum, den er mit Begeisterung gestalten möchte.

Text: Christian Caravante

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So, 10.11.2013 0

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29.11.2009

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Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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