Chancen und Risiken für Jazz im Ruhrgebiet - Teil 1
- Serie: Jazzatlas Ruhr
Sieben Köpfe des Ruhr-Jazz kommen zu Wort. Im ersten Teil von "Chancen und Risiken" aus der Podcast-Reihe "Jazzatlas Ruhr" beurteilen Jan Klare, Michael Kaufmann und weitere Akteure aus der Szene die Chancen und Risiken für den Jazz im Ruhrgebiet.

(Saxophonistin, Essen)
Chancen
Selbstdarstellung, zu viel Diaspora, es kommt nach außen wenig rüber, was für ein Potenzial hier am Start ist.
Risiken
sind, dass die Chancen nicht genutzt werden, das große Potenzial.
"...was für ein Potenzial hier am Start ist."

(Perkussionist, Dortmund)
Chancen
liegen im Domicil.
Risiken
Das Programm geht in Richtung Stadtgarten (Köln), d.h. Orientierung an Club-Kultur, weniger Geld für ambitionierte Projekte.
"Jazz ist eine uralte Untergrundkultur, die sich immer irgendwie durchwuseln wird."

(Klarinettist, Herne) Chancen
Improvisationsmusik kann befruchtend für andere Kunstformen im Ruhrgebiet sein.
Risiken
gibt es dabei nicht.
"Improvisation!"

(Konzertmanager, Heiligenhaus)
Chancen
Durch veränderte Sozialstruktur ein Publikum vorhanden, das zum Jazz gehen könnte.
Risiken
Gastspielreisen werden sterben, wenn keine öffentliche Förderung mehr vorhanden ist.
"Gastspielreisen werden sterben."

(Saxophonist, Münster, geb. in Hagen )
Chancen
liegen in gemeinsamem, kohärenten Sound.
Risiken
Zu viele Leuchtturm-Projekte, es wird zu wenig danach geschaut, was vorhanden und fördernswert ist.
"Zu viele Leuchtturm-Projekte..."

(Konzertmanagerin, Essen/Mallorca)
Chancen
Die alten Industriehallen sind wundervolle Auftrittsorte, die zu wenig genutzt werden.
Risiken
Das Ruhrgebiet ist zu wenig vernetzt, es fehlt an Serien und längerfristigen Konzepten.
"Das Ruhrgebiet hat mit den alten Industriehallen wundervolle Auftrittsorte..."

(Dessau, ehem. Philharmonie Essen)
Chancen
Wenn´s ein paar Verrückte gibt, dann gibt es viele Chancen.
Risiken
Wenn es nicht gelingt, eine neue Vorstellung von Ruhrgebiet miteinander abzugleichen, dann werden im Ruhrgebiet in 10 Jahren weniger Lichter leuchten.
"...in 10 Jahren werden weniger Lichter leuchten"

(Zeche Carl, Essen)
Chancen - Gute Chancen durch funktionierende Vereine, z.B. JOE und Jazzwerk Ruhr. Hier leben viele gute Musiker, die gut vernetzt sind.
Risiken - Auftrittsorte im Nichthochglanz-Bereich brechen weg, da ist das Ruhrgebiet aber nicht Schlußlicht
"Gute Chancen durch funktionierende Vereine..."
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Michael Rüsenberg - Foto: Kurt Rade
Autor des Jazzatlas Ruhr ist Michael Rüsenberg, der seinen WDR-3-Report über Jazzstädte in NRW in der betreffenden Region wesentlich vertieft und erweitert hat. In über 20 Beiträgen - lokal, regional, überregional - fächert er die Landschaft auf, mit über zwei Dutzend Gesprächspartnern, die in diesem Multi-Media-Projekt ausführlich zu hören sind. 
Foto Nachweis: Kurt Rade ( www.kurt-rade.de), Ruhr Tourismus GmbH, Klaus Lindemann, Markus van Offern, Frank Vinken, Stefan Grohmann, Josip Djakovic, Benjamin Lütkemeyer, Isabel Dreesbach, Konstantin Kern, Georg Schreiber, Tourismus & Marketing Oberhausen GmbH, Messe Essen GmbH, Michael Heine, Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Daniel Junker, Marc Hartstein, Zentrum für Internationale Lichtkuns e.V. Unna, Werner J. Hannappel
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