SQUAT - TANZPERFORMANCE VON RENEGADE zum ABSCHLUSS DES MELEZ FESTIVALS

Der Choreograph Pascal Merighi bringt bei seiner aktuellen Inszenierung Breakdance, zeitgenössischen Tanz, eine Elektro Punk Band, sowie den im Ruhrgebiet aufgekeimten, immer lauter werdenden Wunsch nach (Frei)Raum auf die Bühne.

Anzug und Sneakers


Während die kulturhungrigen Eventkonsumenten den Saal betreten, läuft die Performance bereits. Ein Tänzer steigt in Zeitlupentempo eine Leiter auf und ab, die anderen umrunden in flottem Tempo die erhobene Bühne. Die Figur auf der Leiter übernimmt den zeitgenössischen Tanzpart und wirkt während des gesamten Stückes wie ein unsichtbares, jedoch initiierendes Über-Ich, das die Anzug und Sneakers tragenden Breakdancer während des gesamten Stückes begleitet. Diese nehmen sich einzeln, sowie gemeinsam persönlich gestalteten Raum, der mit akrobatisch tänzerischen Einlagen, Statements, Wünschen und Visionen gefüllt wird. Musikalisch begleitet wird die Performance von einem Elektropunktrio, das hinter einer Glasfassade spielt und statt eines Bühnenbilds über dem Geschehen zu schweben scheint.

Renegade:SQUAT / Foto: locomotive


"Shut up and squat!"


Wünschenswert ist es, dass die am Ende des Stückes selbstverständlich wirkende, siegreiche Eroberung des Freiraumes nicht auf der Bühne verbleibt, sondern ihren Weg in die Offszenen des Ruhrpotts findet. Dass das vorhandene Potenzial genutzt wird und diejenigen, die Geld sowie Einfluss haben, Kreativwirtschaft auf ihre Fahnen schreiben und am liebsten das Wort "Nachhaltigkeit" in den Mund nehmen, endlich einen realen Beitrag für die Künstler und Kreativen der Region leisten.

In diesem Sinne: "Lasst uns warten auf die fette Welle."


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Do, 04.11.2010 0

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15.01.2010

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Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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