
Spielzeitfinale in Duisburg - Eugene Tzigane dirigiert
- Serie: Kunst
Nicht nur die Fußball-WM ist vorbei. Auch die Spielzeit der Duisburger Philharmoniker neigt sich dem Ende zu. Am 14. und 15.Juli wird das zwölfte und letzte Konzert in der Philharmonie Mercatorhalle stattfinden. Ein junger Dirigent wird das Konzert leiten: Eugene Tzigane war in den letzten Jahren bei großen internationalen Dirigierwettbewerben in Katowice und Zagreb erfolgreich. 2008 folgte dann der renommierte Georg-Solti-Wettbewerb in Frankfurt:
Tzigane ist Amerikaner, wurde aber 1981 in Tokio geboren. Seine Ausbildung bekam der Dirigent an der renommierten New Yorker Juilliard School und der Königlichen Musikakademie in Stockholm. Sein Musiziertemperament begeistert Juroren und Publikum gleichermaßen.
Eugene Tzigane folgte zunächst seinem Lehrer Alan Gilbert als Assistent ans Royal Stockholm Philharmonic Orchestra – kein schlechter Ort, um das Repertoire zu verbreitern und zu reifen.
Im April 2010 wurde er zunächst für vier Jahre als Nachfolger von Andris Nelsons zum Chefdirigenten der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford berufen. Der junge Dirigent wird dem Musikpublikum im Lande also noch eine Weile erhalten bleiben.

Eugen Tzigane (Foto: Peter Schaaf)
„Mein Ziel ist nicht die absolute Perfektion. Ich möchte lebendige Musik machen, die berührt und die ohne Hintergrundwissen verständlich ist“, so Eugene Tzigane. Berührungsängste kennt er bei der Musik keine. Die Bandbreite seiner musikalischen Vorlieben reich bis hin zu Filmmusik und Jazz, er schwärmt für Sting, den Ex-Frontmann der legendären Band „The Police“.
Sibelius, Mozart und Prokofjew
Sein Gastspiel in Duisburg hat Eugene Tzigane mit einem stilistisch vielschichtigen und kontrastreichen Programm bestückt.
Zur Eröffnung erklingt Jean Sibelius’ eher selten gespielte Tondichtung über die „Okeaniden“, op.73, die griechischen Nymphen des Meeres.
Mit einem großen und sehr bekannten Werk geht es weiter. Die „Große g-Moll-Sinfonie“ (KV 550) von Wolfgang Amadeus Mozart wurde häufig in diversen Fernsehfilmen zitiert und so ist zumindest das erste, sehr eingängige Thema wohl nahezu jedermann bekannt, auch ohne Affinität zur Klassik zu haben.
Die fünfte Sinfonie in B-Dur, Opus 100 von Sergej Prokofjew wird das Konzert abrunden. Das im Kriegsjahr 1944 entstandene Werk gilt als die klanglich mächtigste Sinfonie des Komponisten. Das Werk wurde am 13.Januar 1945 uraufgeführt und soll Kampf und Sieg des sowjetischen Volkes ausdrücken.
Karten (8,90 Euro bis 33,60 Euro, ermäßigt 5,60 bis 17,90 Euro) gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen.
Titelbild: Die Duisburger Philharmoniker (Foto: Duisburger Philharmoniker)
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