
FRÜHER FLOSS WASSER, HEUTE IDEEN - DER WASSERTURM AM SÜDBAHNHOF DORTMUND
- Serie: CREATIVE QUARTERS RUHR
Lange stellte sich die Frage: Was tun mit dem Wasserturm am Dortmunder Südbahnhof? Die Antwort kam Ende der neunziger Jahre vom Architekturbüro Schröder Schulte-Ladbeck: Ein Kreativzentrum aus der Taufe heben.

Nach etlichen Jahren Leerstand erwarb das Architekturbüro 1999 das knapp 43 Meter hohe Gebäude, das früher von der Deutschen Reichsbahn unter anderem dazu benutzt wurde, um bis in die fünfziger Jahre hinein die Dampfloks mit Kesselwasser zu befüllen.
Zum Glück nahm der Wasserspeicher des zwischen 1923 und 1927 erbauten Turms lediglich das obere Drittel ein – immerhin noch 800 Kubikmeter. Der untere Teil des Gebäudes beherbergte teils Verwaltung, teils Aufenthaltsräume für Bahnangestellte und ein großes Bäder- und Duschareal, dass sogar der Öffentlichkeit zugänglich war. Baden 40 Pfennig, duschen 20 Pfennig.
Ideal also, um im oberen Teil Raum für Ausstellungen und Konzerte zu schaffen, im unteren Teil jedoch Werbeagenturen, Architekten oder Designer unterzubringen. Durch die Auflagen des Denkmalschutzes mussten die Architekten entsprechend behutsam vorgehen.
Das Ziel: Die Außenfassade weitgehend erhalten, den Innenraum entsprechend den Bedürfnissen der Kreativunternehmen zu gestalten, ohne den Charakter des Gebäudes untergehen zu lassen.
Heute finden insgesamt zwölf Unternehmen ausreichend Platz, um Ideen zu schmieden und umzusetzen.
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Zum Glück nahm der Wasserspeicher des zwischen 1923 und 1927 erbauten Turms lediglich das obere Drittel ein – immerhin noch 800 Kubikmeter. Der untere Teil des Gebäudes beherbergte teils Verwaltung, teils Aufenthaltsräume für Bahnangestellte und ein großes Bäder- und Duschareal, dass sogar der Öffentlichkeit zugänglich war. Baden 40 Pfennig, duschen 20 Pfennig.
Ideal also, um im oberen Teil Raum für Ausstellungen und Konzerte zu schaffen, im unteren Teil jedoch Werbeagenturen, Architekten oder Designer unterzubringen. Durch die Auflagen des Denkmalschutzes mussten die Architekten entsprechend behutsam vorgehen.
Das Ziel: Die Außenfassade weitgehend erhalten, den Innenraum entsprechend den Bedürfnissen der Kreativunternehmen zu gestalten, ohne den Charakter des Gebäudes untergehen zu lassen. Heute finden insgesamt zwölf Unternehmen ausreichend Platz, um Ideen zu schmieden und umzusetzen.
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Do, 18.11.2010
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Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.
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