Zweitausend plus zwölf: Transmediale eröffnet

In Berlin läuft die 25. Transmediale unter neuer künstlerischer Leitung

Ab sofort ist Transmediale. Das Festival für Medienkunst hat eine ganze Woche lang das Haus der Kulturen der Welt im Berliner Tiergarten fest im Griff. In/kompatibel ist die Losung. Digital wird mit analog kurz geschlossen. Die große Transmediale bewahrt sich damit ihren alternativen Geist.


Die Transmediale hat ein neues spektral reflektierendes Layout und einen neuen Leiter, den schwedischen Medienarchäologen Kristoffer Gansing. Fünf Festivalprogramme bieten Symposien, Ausstellungen, Videoscreenings, Panels, Vorlesungen, Performances und Diskussionsforen. Allen gemein ist die Frage, was stellt der Mensch für Technologien her und warum sind sie ihm häufig schädlich oder inkompatibel? Wo liegen Lösungen, was bleibt im Dunkeln verhaftet?

A/D Kurzschluss
Kristoffer Gansing | künstlerischer Leiter Transmediale
Kristoffer Gansing | künstlerischer Leiter Transmediale
Die Transmediale findet heuer zum 25. Mal statt. Zeit für Rückblicke: Ein Leckerbissen für Videokünstler etwa sind die Screenings der guten alten Transmediale Videos von 1988.
Die Key Note Speakers Andrew Feenberg, Graham Harman, Matthew Fuller u. a. decken spielend die Bandbreite der Medientheorien von McLuhan über Flusser bis Kittler ab. Und im Foyer gibt es die famose Großinstallation Health & Safety Violation # 36 von Ben Woodeson: Elektroschocks für den, der es gerne noch eine Spur impulsiver mag.

Exklusiv zeigt an drei Abenden die Joshua Light Show samt Livestream, wie High End Lichtdesign der späten 60er auf feinste digitale Screeningtechnologie von heute trifft. Ein Muss für Lichtfreaks, Psychedelics und Freunde der handgemachten E-Musik.
Health & Safety Violation #36 | Ben Goodeson
Health & Safety Violation #36 | Ben Woodeson


Es ist diese sympathische Mischung der Projekte, die das zum Leuchtturm arrivierte Festival heute unter der Leitung von Kristoffer Gansing besonders besuchenswert erscheinen lässt: „Dieses große, aber immer noch alternative Transmediafestival.“

 

2010LAB ist Medienpartner der Transmediale 2k+12.


Text: Boris Alexander Knop

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Mi, 01.02.2012 0

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29.11.2009

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