Why are you creative? - Ein Interview mit Christoph Schlingensief

Der Film-, Theater- und Opernregisseur Christoph Schlingensief ist seinen Krebsleiden erlegen. Er galt als einer der innovativsten, wichtigsten und umstrittensten Vertreter des deutschsprachigen Kulturbetriebs. Darüber hinaus war der Regisseur bis zu seinem Tod in sozialen Projekten engagiert.

In einem Interview mit Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) äußerte Christoph Schlingensief den Wunsch auf dieser Welt etwas zu hinterlassen, „Dann denkt man plötzlich doch darüber nach( … )dass man irgendwo beteiligt sein will. Man möchte vielleicht an der Kulturrevolution beteiligt sein, man möchte irgendwo eine Vernetzung vorweisen.“

Mit seinem letzten Projekt, in dem sich Fiktion und Realität vermischen, wird der Regisseur seinem Wunsch gerecht. „S.M.A.S.H. - in Hilfe ersticken“ ist ein Stück, welches sich an seinem realen Operndorf-Projekt in Burkina Faso orientiert. In seinem fiktiven Szenario wird Afrika plötzlich von Entwicklungshilfe überschwemmt. Schlingensiefs Operndorf, wird in der Bühnenfiktion von Uno-Truppen besetzt. „S.M.A.S.H. - In Hilfe ersticken“ sollte an der Ruhrtriennale seine Premiere haben. Es kam anders.

Das reale Projekt in Burkina Faso wird verwirklicht. Christoph Schlingensief legte für das Operndorf-Projekt im Februar den ersten Grundstein. Nun wird das Projekt von Wegbegleitern fortgeführt und die Familie des verstorbenen Regisseurs bittet statt Blumen und Kränzen um Spenden für das Operndorf. Der Regisseur hat noch mehr hinterlassen:

Künstler und Politiker würdigten Schlingensief als Wachrüttler und einen der wirklich Großen. Schlingensiefs Provokationen würden der Republik fehlen. Zusammengerechnet habe er knapp 80 Theaterstücke und Aktionen geschaffen, sagte Schlingensief Anfang Januar - Filme und Installationen, Objekte, Bilder und Skulpturen nicht mitgerechnet.

Der Film, mit dem er erstmals größere Bekanntheit als Regisseur erlangte, ist "Das deutsche Kettensägenmassaker“.

Mit Herman Vaske spricht Schlingensief über die unerschöpfliche Quelle seiner Kreativität. Sie entsteht für ihn aus einem Wechselspiel von zwanghaftem Tatendrang und der Suche nach einer individuellen Wirklichkeit.

"Why are you creative?" präsentiert die Inspiration und Motivation der kreativsten Menschen der Welt, die in den verschiedensten Disziplinen wie Kunst, Design, Architektur, Film, Literatur, Fotografie, Mode, Musik, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Religion schöpferisch tätig sind, und stellt sie der Kreativität eines jeden Einzelnen gegenüber.

Hermann Vaske war weltweit unterwegs, um die Gründe kreativen Schaffens zu erforschen:
Von Jim Jarmusch bis Roman Polanski, von Michail Gorbatschow bis Nelson Mandela, von Helmut Newton bis Herbert Grönemeyer, von Bono bis David Bowie,von Salman Rushdie bis Günter Grass, von Christoph Schlingensief bis Vivienne Westwood,von Stephen Hawking bis zum Dalai Lama.

Sie alle haben zu der Frage "Why are you creative?" Warum sind Sie kreativ?" ihre ganz persönliche Antwort gegeben, die auf 2010LAB.tv präsentiert werden.

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Do, 26.08.2010 1

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Fernsehtipp: Am 6. September

Fernsehtipp: Am 6. September läuft auf Arte Christoph Schlingensief - Die Piloten http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=1146395,day=3,week=36,ye...
Leider wird die Sendung von gestern Abend nicht wiederholt.

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29.11.2009

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