Was bleibt? Über temporäre und dauerhafte Kunst im öffentlichen Raum

Ein Urbane Künste Ruhr Talk auf der Art Cologne

Auf der Art Cologne in Köln trifft sich alles, was in Kunst und Kunstmarkt Rang und Namen hat. Für das Ruhrgebiet bleibt es auch im Jahr drei nach der Kulturhauptstadt wichtig, sich als eine hochinteressante und von Kultur durchsetzte Region zu präsentieren.

 

So zeigten sich erstmals vier wichtige Kunstakteure des Ruhrgebiets – Urbane Künste Ruhr, RuhrKunstMuseen, EMSCHERKUNST und Ruhrtriennale – auf der ART COLOGNE mit einem gemeinsamen Informationsstand. Bei einer Podiumsveranstaltungen über Kunst im öffentlichen Raum sprachen Katja Aßmann (Künstlerische Leiterin Urbane Künste Ruhr), Florian Matzner (Kurator EMSCHERKUNST.2013 und Professor Kunstakademie München), Melanie Bono (stellvertr. Direktorin LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster) und Monica Bonvicini (Künstlerin, Berlin) über die Frage, wie Kunst im Stadtraum funktioniert, wie lange die Werke im Stadtraum bleiben sollten und waren sich einig, dass diese Kunst auf viel direktere Art mit den Betrachtern in Dialog tritt.

Florian Matzner, Kurator Emscherkunst
Florian Matzner, Kurator Emscherkunst
Florian Matzner hält es für möglich, dass Besucher selbst das Werk vollenden und anders als in einem Museum nicht andächtig davor erstarren. Die Frage, für wen macht ein Künstler eigentlich Kunst, ist auf jeden Fall leichter zu beantworten: Tatsächlich für alle. Wobei Monica Bonvicini durchaus selbstkritisch anmerkte, es gäbe auch eine Art „Kunsttourismus“ - aber von Künstlern: Sie kommen für eine Auftragsarbeit in eine Region, schauen sich um und sind dann wieder weg. Zurück bleibt ihr Kunstwerk.

 

 

Und so temporär wie solche Aufenthalte von Künstlern, so temporär sind heute auch die meisten Werke im öffentlichen Raum. Die Zeiten sind vorbei, in denen sowohl die Städte wie die Künstler eine Art Ewigkeitsanspruch an das Werk und seinen Standort anmelden. Darum kann es in einem sich ständig wandelnden Stadtraum auch nicht mehr gehen. Das Haltbarkeitsdatum von Kunst kann nicht im Vorhinein bestimmt werden, meint auch Melanie Bono. Und so bleibt alles im besten Sinne in Bewegung: die Kunst, der Stadtraum und die Debatte um Kunst im öffentlichen Raum.

 

Text: Christian Caravante

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Fr, 10.05.2013 0

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29.11.2009

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