Urbane Künste Ruhr Salon 2: Die praktischen Bedingungen des Netzwerks

„Ist der Netzwerkgedanke der einzig richtige?“

Netzwerke basieren auf Austausch und verlangen nach flachen Hierarchien. Künstler organisieren sich in Netzwerken, um gemeinsam weiter zu kommen. Wie passt da der freiheitsliebende Künstler in das Prinzip gemeinsamer Verantwortung? Und was kann die Kunst selbst vom Netzwerk lernen?

Der zweite Urbane Künste Ruhr Salon diskutierte im BahnhofsCenter in Gelsenkirchen die Bedingungen, auf die man sich – nicht nur als Künstler – einlassen muss, wenn man erfolgreich netzwerken will.

 

Künstlernetzwerke mit internationaler Verflechtung sind heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Schnell schließt man sich zusammen, gründet eine Gruppe. Die soll den Einzelnen stärken. Jeder meint unmittelbar von den Stärken des Anderen zu profitieren. Aber geht das wirklich so einfach? Ohne den Kerngedanken des Netzwerkes überprüft zu haben? Was auch hier tatsächlich zählt, ist die menschliche Chemie. Ein ausgewiesener Kenner und Spezialist für Netzwerke unter Künstlern ist Rainer Hofmann (künstlerischer Leiter des Utrechter SPRING Performing Arts Festival). Netzwerken muss man nicht nur wollen, sondern auch bereit sein, dabei unentwegt zu lernen: „Wenn man sich nur behaupten möchte, sich durchsetzen möchte, dann macht das relativ wenig Sinn.“

 

Die Medienkünstler Ole Frahm und Michael Hüners nutzen den Netzwerkgedanken in ihren Projekten bewusst, um sich mit ihrer Gruppe LIGNA immer wieder kritisch mit dem Medium ihres künstlerischen Ausdrucks auseinanderzusetzen. Das einseitige Sender-Empfänger, Botschaft-Hörer System des Radios gilt als streng hierarchisch. Das dient LIGNA als ständige Herausforderung, um immer wieder neue offene performative Formate von Netzwerk Radio wie das Radioballet zu schaffen.

 

Text: Boris Alexander Knop

Embed Code:

Copy and Paste this text in your HTML Code

Di, 23.04.2013 0

Kommentar hinzufügen

Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben

Über den Autor

29.11.2009

Letzte Kommentare des Autors

Das Schwarze Brett
vor 2 Jahre 28 Wochen
Untitled (Glade)
vor 2 Jahre 43 Wochen
vor 3 Jahre 7 Wochen

Stadt

Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

Aktuelle Tweets

Innovationsökologien für #nrw und #europa ! Ein Gastbeitrag von 2012 von Multiplicities: http://t.co/2jNmfh404F
Trash in Trümmern oder Legendäres für Liebhaber? @mirkuss über den Filmclub Bali in Hagen: http://t.co/PZXJB6nzWN #film #movie #kino #cinema
Peter Kubelka bei Futur 3: Es ist vermessen die Welt zu vermessen. http://t.co/2EMAWWrYZr @K_SammlungNRW @GI_Journal @GI_weltweit #kunst
Zur 3.KulturkonferenzRuhr ein Rückblick auf 2012: Das Generationenprojekt Kultur & Ökonomie neu zu ordnen http://t.co/rGiqqiIxJG @KKR tweets