Tag der Deutschen Vielheit

„Mercator vernetzt“ junge Menschen aus aller Welt miteinander

Die Stiftung Mercator mit Sitz in Essen ist eine der großen privaten Stiftungen in Deutschland. Ihre jüngste Veranstaltung der Reihe „Mercator vernetzt“ fand Anfang Oktober im Erich-Brost-Pavillon auf Zeche Zollverein statt und feierte den „Tag der Deutschen Vielheit“.

 

Der Stiftungsvorsitzende Dr. Bernhard Lorentz über die Zielsetzung von „Mercator vernetzt“: „Das Ruhrgebiet ist ein urbaner Raum, in dem viel Wandel stattfindet. Es gibt zahlreiche Projekte, die jedoch nichts voneinander wissen. Sie werden von der Stiftung Mercator miteinander vernetzt. Es handelt sich um 200 bis 300 junge Menschen, die von Mercator gefördert werden.“ Junge Menschen, die aus verschiedenen Formaten an verschiedenen Orten etwas gestalten wollen. Kunst, Kultur, Literatur, Wissenschaft – man ist nicht an eine Kunstform gebunden, sondern Ideen werden aus der „Vielheit“ geboren.

 

Junge Menschen wie Steven Uhly, deutsch-bengalischer Abstammung. Er ist Buchautor und schöpft aus zwei Welten. In Büchern wie „Mein Leben in Aspik“ oder „Adams Fuge“ setzt er sich mit seiner Herkunft auseinander: der Vater in England, der Stiefvater in Spanien, er selbst in Bangladesh aufgewachsen und in Deutschland lebend.

 

Ein Wanderer zwischen den Welten – wie auch Merdan Taplak, der sein bekanntes Orkestar mit nach Essen gebracht hat. Das Orkestar spielt eine elektrifizierte bulgarische Volksmusik – DJ, Akkordeonspieler und vier Blechbläser kommen aber aus Antwerpen. Die Poetry-Slam-erfahrene Literatin Josefine Berkholz dagegen, eine weitere Teilnehmerin der Veranstaltung, ist mit Texten wie „Schiller ist tot“ oder „Sagrotantext“ aufgefallen und lobt den „Tag der Deutschen Vielheit“ als Ausweg aus der „deutschen Kleinstaaterei“.

 

Text: Peter Erik Hillenbach

 

Embed Code:

Copy and Paste this text in your HTML Code

Mi, 19.10.2011 0

Kommentar hinzufügen

Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben

Über den Autor

29.11.2009

Letzte Kommentare des Autors

vor 10 Wochen 3 Tage
Das Schwarze Brett
vor 11 Wochen 1 Tag
Untitled (Glade)
vor 25 Wochen 5 Tage
vor 41 Wochen 6 Tage

Stadt

Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

Aktuelle Tweets

[NET] #Infographic: Does Social Media Marketing Really Work? http://t.co/sY4JG8v1 /RT @schwarzesgold
[QUEST] #Obama vs #Romney: Manufacturg vs Investment? The #Creative Choice for USA? http://t.co/WaW1BgT0 /RT @Bernd_Fesel
[LOCAL] Kreativ werden im @MuseumOstwall - Kunstkurs @dortmunder_u ab 31. Mai http://t.co/Wa3FIpFf #Ruhrgebiet /via @lokalkompass_de
[ART] 18th #Istanbul Theater Festival: Freedom - Questioning | LABKULTUR.TV http://t.co/eSzieqY0 #LABKULTUR