Startschuss Kreativwirtschaftszentrum Dortmund: Graffitikünstler Gmehling & Loomit am Bauzaun

Zwischen Dortmunder U und Bahndamm ensteht größte Schule Deutschlands und ein Kreativwirtschaftszentrum

Wer den Vorplatz des U als windigen und recht menschenleeren Ort kennt, wird in zwei Jahren hoffentlich eines besseren belehrt. Die Besucher des Dortmunder U und die gelegentlich dort fahrenden Skateboarder werden sich dann nämlich den Raum mit 6000 Schülern und Lehrpersonal und Dienstleitern einer der größten Schulen Deutschlands teilen. Hochtief und der Projektentwickler Kölbl Kruse baut nach jahrelangen Verzögerungen zwischen U-Turm und Bahndamm zwei Berufskollegs und ein Kreativwirtschaftszentrum - letzteres mit rund 4.000 Quadratmetern Fläche.

Mark Gmehling, Graffiti Maler und Computer 3D Künstler aus Dortmund und Graffitikünstler Loomit aus München besprühten gewissermaßen als Startschuss für das Kreativzentrum einen Bauzaun am Haupteingang des U, oberhalb der entstehenden Neubauten.

Loomit kommt aus München, ist im Allgäu aufgewachsen und sagt, für ihn sei Dortmund zu den Hochzeiten des Graffiti in den 80er Jahren „pure Industrie und Stadt“ gewesen. „Eine Stadt die nach dem Ende der Industrie seinen Platz noch sucht.“ Das findet er spannend.

 

Startschuss für mehr als bloß Lernen im Klinkerbau

Kreativität beim Lernen und Lehren - wie beim Bauen - scheint oft vergessen zu werden. Diesmal sollen Kreative gleich zu Beginn, wenn auch nur begleitend, beteiligt werden. Gmehling, der schon zuvor großflächig Fassaden im Unionquartier gestaltete, über seine Arbeit am Bauzaun:

„Bei mir geht es immer um Mensch und Gesellschaft. Ich greife relevante Themen auf und versuche sie spannend zu verpacken.“

Bei der Arbeit am Bauzaun zwischen U und der großen Baustelle war die Orientierungslosigkeit und Reizüberflutung Thema und wie Jugendliche damit umgehen. Das in Kooperation entstandene Bild wird noch einige Wochen dort zu sehen sein, soll dann abgenommen und an anderer Stelle, vielleicht in der 44309 Streetart Gallery an der Rheinischen Straße oder im Dortmunder U ausgestellt werden. Unser Video dokumentiert die Entstehung des Bildes und fragt die Künstler zu ihren Motiven und Ideen.

 

Text: Caravante
 

 

Embed Code:

Copy and Paste this text in your HTML Code

Mo, 31.03.2014 0

Kommentar hinzufügen

Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben

Über den Autor

29.11.2009

Letzte Kommentare des Autors

Das Schwarze Brett
vor 2 Jahre 27 Wochen
Untitled (Glade)
vor 2 Jahre 42 Wochen
vor 3 Jahre 6 Wochen

Thema

Stadt

Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

Aktuelle Tweets

Labkultur-Autorin Jennifer Josée Eletr über "I promise.." von Jens Heitjohann #dortmund @dortmunder_u http://t.co/2cU0TyhDQM
@mirkuss @Ruhrpoet @ruhrpoet #literatur #ruhrgebiet Städte verbinden & sich entwickeln statt nur Kiezstatus sichern! http://t.co/0AvXKMq5Sz
@bettymartins @MuslimMatters @muslimvoices @hash_Muslim #movie #multicultural : I wasn't always dressed like this. http://t.co/jyEytNOVQt
Wie Kulturpolitik? Jens Kobler über 40 Jahre NRW KULTURsekretariat: http://t.co/6lhISM68eV @NextLevelConf @RaumZeitPiraten @GI_weltweit