Stadtblümchen: Gebrauchsanweisung für den kleinen Garden-Guerillero
- Serie: Kreativ.Quartier.Ruhr
Guerilla Gardening ist ja grundsätzlich eine gute Sache. Das Ausstreuen von Wildblumensamen in der Stadt erfreut das Auge des Menschen, das Herz der Biene lacht. Doch Obacht: Es gibt einige Dinge zu beachten, damit die gut gemeinte Aktion „Stadtblümchen“ nicht nach hinten losgeht.
Nicht überall nämlich machen Wildblumen Sinn, noch lange nicht jedes Kraut eignet sich zur „illegalen“ Aussaat. Und überhaupt: Guerilla Gardening. Saatbomben. Klingt alles ein wenig nach Krieg, und Krieg ist nie schön.
Krieg gegen wen eigentlich? Gegen die Stadtverwaltung? Nicht nötig. Mit der kann man nämlich meist entspannt darüber reden, wenn man sein Umfeld verschönern möchte. Der kleine Hobby-Guerillero
bekommt in aller Regel auch Rat und Tat zur Seite, wenn er Wildblumen säen oder Grünflächen- oder Baumpate werden möchte. Und – man soll es kaum glauben – noch nicht einmal 40 verschiedene Antragsformulare und sechs Monate Wartezeit sind dafür nötig. Im Gegenteil: Meist reicht ein Anruf oder eine E-Mail, ein kurz angesetzter Termin vor Ort und schon ist man ratzi-fatzi Baumpate.
Autor Holger Steffens hat für 2010LAB.tv den Selbstversuch gemacht und den Schritt vom Guerilla Gardener zum Stadtgärtner gewagt. Der Nervenkitzel des Halblegalen mag vielleicht dahin sein – doch blühen tut es umso mehr.
Hoffentlich. Denn ob die Aktion „Stadtblümchen“ Erfolg hat, wird sich in einigen Wochen im zweiten Teil des Films zeigen…
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