Sido: Näher an den Menschen
Der Rapper über HipHop, Coolness und Kreativität
- Serie: C'n'B Convention
Nach öffentlicher Versöhnung hat Rapper Sido gerade mit seinem Kollegen Bushido ein gemeinsames Album veröffentlicht. Blick zurück: Im Gespräch auf der C’n’B 2010 spricht er über Versäumnisse und Erfolg.
Der als Paul Würdig in der Berliner Großwohnsiedlung Märkisches Viertel aufgewachsene Musiker hat die klassische Rap-Karriere hingelegt: Aus den ärmlichen Verhältnissen der Sozialbauten ist er mit Talent und guter Selbstvermarktung an die Spitze der Charts gestürmt und zum deutschen Popstar avanciert. Tabubrüche und Provokationen pflasterten seinen Weg zu Beginn, mittlerweile ist er Gast in öffentlich-rechtlichen Talkrunden und hat für die TV-Sendung „Sido geht wählen“ sogar eine Nominierung für den Grimme-Preis erhalten.

Durch das Indie-HipHoplabel Aggro Berlin sind er, und Kollegen wie Bushido, Fler und B-Tight aus den Berliner Szenetreffs und Kellern zu Megasellern der Musikindustrie avanciert. Doch Sido gibt zu, während dieser Zeit etwas Wichtiges auf der Strecke gelassen zu haben, warum er plötzlich nicht nur über dicke Autos, schöne Uhren und Frauen rappen sondern sich auch mit ihnen schmücken konnte. Heute ist er reflektierter.
Alte Streitigkeiten sind vergessen, heute stören höchstens die Auseinandersetzungen im Showbusiness, wie die mit Oliver Pochers Frau Allesandra (auch bekannt als ehemalige Boris Becker-Freundin Sandy Meyer-Wölden) oder der österreichischen Kronenzeitung die Idylle.
Auf musikalischer Ebene herrscht 2011 jedenfalls Harmonie. Gerade hat er mit seinem ehemaligen „Gegner“ Bushido öffentlich versöhnt und das gemeinsame Album 23 veröffentlicht, auf dem sogar Deutschrockstar Peter Maffay mitmacht.
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