Schauspiel Essen: Peter Weiss' Die Ästhetik des Widerstands

Hat Kunst tatsächlich Einfluss auf unser gesellschaftliches Leben?

Im Mai wurde im Schauspiel Essen die von Regisseur Thomas Krupa dramatisierte Spielfassung von Peter Weiss' Jahrhundertroman Die Ästhetik des Widerstands auf die Bühne gebracht. Die folgenden Aufführungen laden nach der Sommerpause wieder zum Nachdenken über das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft ins Grillo-Theater nach Essen ein, denn was heißt eigentlich Widerstand?

 

Durch die Arbeit mit Thomas Krupa an dem neuen Stück hat das Ensemble des Essener Schauspiels so etwas wie eine Katharsis erfahren. Eine eher seltene Erfahrung und Angelegenheit auf der Bühne heute.

Gleichwohl ein bleibendes Experiment, denn mit Kunst selbst zu zeigen, wie Kunst für die Gesellschaft wirkt, ist eine der allerhöchsten Übungen.

 

 

Formen des Protests und Widerstands sind dem Hauptdarsteller Matthias Breitenbach keine Unbekannten. Während der achtwöchigen Arbeit an der Produktion wurde er zurück geholt in die Zeiten, als er Punk und New Wave hautnah selbst miterlebte.
Zwar war es für ihn „als 19-, 20-jähriger Punk (…) nicht angesagt, Peter Weiss zu lesen“, aber die Stimmen, die Ideen, das Konzept des Widerstands klang wieder laut in ihm auf.

 

Und die junge Schauspielerin Laura Kiehne versprüht nach acht Wochen Proben sogar kämpferische Gewissheit: „Ich habe dadurch wieder einen Glauben gekriegt.“

 

Text: Boris Alexander Knop

 

 

 

 

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So, 19.08.2012 0

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29.11.2009

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