Ruhrleben: Bürger, wie ist das Leben an der Ruhr?

Zufriedenheit und Kritik der Einheimischen am Strukturwandel in der Metropolregion

Die Metropole Ruhr bietet viele Kunstprojekte, Konzerte, Opern, Schauspiele in atemberaubenden Veranstaltungssälen, die früher einmal Werkhallen waren. Es gibt einen regen Veranstaltungs- und Kulturtourismus. Aber wie kommt das bei den Menschen an, die hier schon (sehr) lange leben? Was denkt der Bäcker von nebenan, sieht die Dame von der Bank, spürt der Junge in der Fußgängerzone den so oft gepriesenen Strukturwandel? Eine Befragung der Einheimischen zeigt unterschiedliche Facetten des Ruhrgebiets und viele Ideen für Veränderung auf.
 

Sie scheinen genügsam zu sein und geben sich zufrieden mit ihren Städten. Die Ruhrpottler, die alteingesessenen Bewohner zwischen Hamm und Duisburg. Alles scheint okay: „Was kann man hier verbessern? Eigentlich nichts.“ Gerade die Mischung aus verschiedenen Großstadtcharakteren und die leicht erreichbaren ländlichen Inseln dazwischen machen die Region lebenswert.

 


Beim Nachhaken kommt dann doch noch Kritik auf. Was würden die Menschen, die hier leben ändern? „Och, da wäre ganz viel. Ich glaube, da könnte man sich ewig unterhalten.“

Es gibt viele konkrete Verbesserungsvorschläge z.B. für den ÖPNV, die Verkehrsinfrastruktur oder zum Erscheinungsbild des Geschäftslebens in den Innenstädten. Man spürt dabei die starke Identifikation der Menschen mit dem Ruhrgebiet, sie gehen mit offenen Augen durch ihre Städte und benennen, was besser werden sollte, wenige meckern. Den sich vollziehenden Strukturwandel sehen die meisten mit Neugierde und als eine Herausforderung an.



Text: Boris Alexander Knop

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Fr, 10.02.2012 0

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29.11.2009

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Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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