re:publica 2012: vom neuen digitalen zivilen Ungehorsam
Wie stark muss eigentlich der Bürger im Krieg in den Cyberwar eingebunden sein?
- Serie: DIGITAL LIFE
Was für ein Risiko gehen digitale Netzwerk Aktivisten ein, um Menschenrechte gegen Unternehmen und Staaten einzufordern? Wer schützt gerade die, die Leben retten wollen, vor blindem Idealismus? LABKULTUR.TV sprach auf der re:publica12 in Berlin mit freien Aktivisten und Organisatoren der hoch entwickelten und höchst aufgeklärten Communities von Global Voices und der Electronic Frontier Foundation, die sich weltweit gegen autokratischen Staatsterror, Verfolgung und Ermordung stemmen und fragt, warum sie nicht längst als Nichtregierungsorganisationen (NGOs) anerkannt sind.

Die Bevölkerungen einiger autokratisch regierter Staaten Nordafrikas haben auch und gerade durch den Einsatz digitaler Werkzeuge, Software und Social Media im Frühjahr 2011mit den sie unterdrückenden Regimen Schluss machen können. Digitaler Untergrund und Elektronische Front können viel bewegen, aber wer hat am Ende den wahren Mut und stellt sich gegen die Panzer?

Wem dient diese Information und wie unterscheidet sie sich von purer Nachrichtengier? Regierungen nutzen das aus und bringen Journalisten in Verdacht krimineller Handlung, indem sie den Unterschied zwischen Dokumentation von und Anstiftung zu Gewalt verwässern.
Derweil nutzt die Freie Syrische Armee das soziale Videonetzwerk Youtube für ihre eigene Sache und stellt dort Waffen- und Kampfanleitungen als Tutorials online.
Text: Boris Alexander Knop
Redaktion/Interviews: Mira Prgomet
Schnitt/Kamera: Michael Zimmer
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