Klangschürfen/New Sounds - 01- Durch die Stadt mit Astairre/Bottrop
- Serie: Ruhr Music
Klangschürfen stellt neue und vielversprechende Musik aus der Ruhr-Region vor. Den Anfang machen Astairre, die vor vier Jahren kurz für Aufsehen gesorgt hatten, dann aber ganz plötzlich wieder von der Bildfläche verschwunden waren. Ebenso plötzlich meldeten sie sich 2010 mit dem signifikanten Song Durch unsere Stadt und einem entsprechenden Musikvideo zurück. Seitdem halten sie uns mit einem unterhaltsamen Videoblog auf dem Laufenden. Die entscheidende Frage ist jedoch: Wann kommt das erste Album?
Stil: „Wir bewegen uns im Dreieck zwischen Punk, Rock und Indie. Ich sage am liebsten wir seien eine deutschsprachige Rockband. Deutschrock finde ich jedoch ein ganz gefährliches Wort.“ (Max Braun)
Mitglieder: Philipp Kleinebrahm: Gesang, Gitarre / Max Braun: Schlagzeug, Gesang / Robin Lussu, Bass
Aus: Bottrop
Gegründet: 2004
Veröffentlichungen: Wir gehen unter - kommst du mit? (EP) 2007
Nachdem ihr 2007 eure EP veröffentlicht hattet und einige Konzerte und Touren gespielt habt, wart ihr plötzlich weg vom Fenster, was war los?
Die EP kam in der Indiepresse sehr gut an, wir haben Festivals und im Herbst eine Tour gespielt. Im Anschluss daran kam bei Max die Diagnose: Hörsturz. Es folgte eine Zwangspause und eine Eiszeit im Proberaum.
Wann habt ihr euch entschieden, die Band mit neuem Bassisten zu relaunchen?
Das hat sich so in der zweiten Jahreshälfte 2009 ergeben. Die konkrete Entscheidung mit der neuen Besetzung zu spielen dann im Jahreswechsel. Parallel hat Max schon getextet und Songs geschrieben.
Im letzten Jahr habt ihr das ganze wieder forciert.
Genau. Die erste Show haben wir im April 2010 im Kölner Underground mit Eternal Tango gespielt. Danach im Ruhrgebiet, Festivals und dann haben wir mit der Produktion von neuen Songs begonnen. Wir mussten uns auch erst einmal mit unserem neuen Bassisten etwas einspielen. In der zweiten Jahreshälfte haben wir dann schon aufgenommen, haben ein Video zu einem Song gedreht. Das ist zwar sehr Low-Budget-mäßig, aber auch sehr aussagekräftig. Ende des Jahres haben wir wieder Songs aufgenommen und so Schritt für Schritt neue Songs produziert
Ist das Video zum ersten neuen Song, Durch unsere Stadt (im Player oben) auch als Statement gedacht, so als „Bottroper Jungs“?
Wir wollten beim Video etwas machen, wo wir nicht schauspielern müssen, etwas, das nah an uns selbst dran ist. Man kann ja tolle Dinge in Musikvideos machen, aber für uns war es am naheliegendsten, etwas ganz einfaches und ehrliches machen. Das haben wir dann einfach umgesetzt, zusammen mit Leuten, die auch im Bandkontext eine Rolle spielen. Wir sind einfach losgezogen. Das war dann auch so, da ist nichts gestellt. Auch dieser Typ, der so grimmig aus der Tür hinausschaut. Wir sind losgezogen und die Kamera wurde draufgehalten. Ergebnis: Ein authentisches Update des Abends.
Was hat es mit Herzscheiße, eurem regelmäßigen Videoblog, auf sich?
Wir kaschieren die Tatsache, dass wir nicht die Schnellsten sind, ganz kongenial mit unserem Blog. Der ist vielleicht auch ein bisschen Beleg dafür, dass wir uns selbst nicht so ernst nehmen und uns auch selbst etwas auf die Schippe nehmen. Auch ein Kontrast zu der gewissen inhaltlichen Tiefe und den emotionalen Texten. Wir denken, dass unser Videoblog ein ganz charmantes Format ist, um die Leute etwas auf dem Laufenden zu halten.
Wann kommt endlich ein ganzes Album?
WIr haben ein Tracklisting von Songs geschrieben, die es gibt. Teilweise wollen wir noch was am Arrangements und teilweise auch an den Texten feilen. Es nimmt konkrete Formen an, uns ist aber ein gesunder Fahrplan wichtig. Wir wollen, dass es rund und stimmig wird und einen sehr ausgereiften Charakter hat.
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