Junge ExtraSchicht: Vom Arbeiterflair zum Kulturflair
Zeche Carl zeigte wie junge Kunst die Industriedenkmäler nutzt
- Serie: STREET ART, CREATIVE QUARTERS RUHR
Sie ist einer unter dreiundfünfzig Orten in der Metropolregion Ruhr, an denen am vergangenen Sonnabend die ExtraSchicht stattfand. Allerdings stand die Zeche Carl in Essen ab 18 Uhr ganz im Zeichen einer jungen Nacht der Industriekultur: der Jung - Kunst - Ruhrgebiet.
Joscha Hendricksen ist künstlerischer Leiter dieser jungen ExtraSchicht. Ihm liegt es sehr am Herzen, den Jungen die Orte der Industriekultur für ihre Kunst zur Verfügung zu stellen. Es geht hier aber keineswegs nur um l‘art pour l’art. Hendricksen ist ein fröhlich-entspannter, aber eben auch entscheidend kritischer Kurator: “Es geht für mich ganz klar darum, wofür werden diese Dinger erhalten?” Die seit 2001 einmal jährlich stattfindende Nacht der Industriekultur wächst weiter. Zeit genug, um einmal die Jungen ans Ruder zu lassen.Joscha Hendricksen | Künstlerischer Leiter
Aktionsacker
Was ist also neu an einer jungen ExtraSchicht? Sprühen ist als Kunstform sicher nicht unbekannt, aber Harken? Bei QUMIs Mural Art und Norbert Krauses Brachflächenkunst konnte man den Künstlern hautnah beim Fertigen ihrer Kunstwerke über die Schulter schauen. Oder einiges gleich auch selbst in Workshops ausprobieren. Den Besuchern gefällt der junge Industriekunstmix aus Licht, zeitgenösssicher Skulptur, Musik, Street und Land Art samt Workshops: „Zieht einfach an, würde ich sagen!“Norbert Krauses Brachflächenkunst
Hoffen wir, dass das trotz schmaler Kulturbudgets auch so bleibt, denn insgesamt 230 000 Besucher kamen zur ExtraSchicht 2012. Die dreizehnte ExtraSchicht findet übrigens am Sonnabend, den 06. Juli 2013 statt.Zeche Carl Essen-Altenessen
Text: Boris Alexander Knop
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