Japanische Popkultur im Dortmunder U: Proto Anime Cut

"Cool Japan" ist seit Jahren ein geflügeltes Wort. Anime und Manga sind Teil der globalen Popkultur, deren fantasievoller Stil auch hierzulande viele Jugendlichen begeistert.

Kurator der Ausstellung "Proto Anime" Stefan Riekeles
Kurator der Ausstellung "Proto Anime" Stefan Riekeles
Man beobachte nur einmal an einem beliebigen Wochenende die vielen Cosplayer und Emorocker, die sich auf Bahnhofsvorplätzen im Ruhrgebiet treffen und austauschen. Das Dortmunder U und der HMKV widmen der zeitgenössischen Kunst und Kultur Japans nun einen thematischen Schwerpunkt. Den Auftakt bilden die Eröffnung der Ausstellung "Proto Anime Cut" des HMKV und ein besonderes Programm anlässlich der ExtraSchicht 2011 mit Japan-Fokus am kommenden Wochenende. 2010LAB.tv sprach mit dem Kurator der Ausstellung, Stefan Riekeles.

Kurator der Ausstellung "Proto Anime" Stefan Riekeles
Kurator der Ausstellung "Proto Anime" Stefan Riekeles
Wie wird ein Animationsfilm hergestellt, in welchen Details der Arbeit zeigt sich der künstlerische Schöpfergeist, und wie nehmen sich die Zeichner und Regisseure wahr – als Künstler oder Teil einer globalen Unterhaltungsindustrie? Diesen Fragen geht die Ausstellung Proto Anime Cut nach, die am Freitag (8. Juli, 18 Uhr) im Dortmunder U eröffnet.



Mythen der Populärkultur


Sie zeigt Originalzeichnungen aus wegweisenden Animes, die den Produktionsprozess der Filme nachvollziehbar machen. Fotoaufnahmen, z.B. von authentischen Straßenschluchten in Hong-Kong, zeigen, welche Bilder die Zeichner zu ihren oftmals in futuristischen Welten angesiedelten Geschichten inspiriert haben. Einige exemplarische Filmprojektionen wiederum präsentieren das Endprodukt. Die vielen Verweise auf Mythen der Populärkultur wie Cyborgs als Menschmaschinen oder Roboter als beseelte Maschinen zeugen davon, wie sehr sich diese japanische Kunstform und andere Disziplinen wie z.B. Film und Literatur wechselseitig beeinflusst haben. Der Beobachter erkennt einige vertraute Details und wird doch durch die Faszination und Fremdheit, die diese Welten erzeugen, unmittelbar in die Filmbilder hinein gesogen. Stefan Riekeles (Les Jardins des Pilotes, Berlin) erläutert als Kurator die Hintergründe der Ausstellung.
 

Text: Fabian Saavedra-Lara


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Sa, 16.07.2011 1

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Kommentare

und...

...hier kann man in vier wochen dann weitermachen und die erkenntnisse vertiefen:

http://www.wechselausstellungen.de/bonn/anime-high-art-pop-culture/

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29.11.2009

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