Forum d’Avignon Ruhr: Co-Creation zwischen Kunst und Hilfsorganisation

Den kreativen Dreh von Künstlern und findigen Aktivisten für Bedürftige weltweit nutzen

Was alles zum Besseren passieren kann, wenn Künstler und Kreative an die Basis heran gehen, um Schieflagen und Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft tatsächlich zu verändern, zeigen die Projekte WOCHENKLAUSUR und Butterfly Works. Kunstformate und kreative Ideen können als Intervention im Alltag eine enorme Macht entwickeln, wenn es darum geht, Menschen und Politik nicht nur auf soziale Missstände hinzuweisen, sondern sie einzubeziehen und zu helfenden Handelnden werden zu lassen. Ihre Macher waren teil der interaktiven CATALYSE Workshops auf dem Forum d'Avignon Ruhr.

 

Das niederländische Butterfly Works ist ein Designstudio der ganz besonderen Art. Hier werden Co-Design und Co-Creation für Hilfsbedürftige auf der ganzen Welt ausgedacht und initiiert. Unter Einbeziehung von vor allem mobilen digitalen Lösungen erfindet Butterfly Works in seinen regionalen Projekten immer wieder einfache und erstaunlich effiziente Hilfsangebote. In vom Krieg ausgemergelten Afghanistan baute man ein komplettes alternatives Schulnetzwerk auf Basis von Lernvideos auf, die man über Mobiltelefone landesweit verbreiten und abspielen kann. Über eine Hotline kann man aus den entlegensten Ecken des Landes mit dem Lehrer in Kabul kommunizieren.

 

„Das dürfen wir uns erlauben!“

Wie man künstlerisches Schaffen ganz konkret zu einem guten Zweck einsetzen kann, zeigt das Projekt WOCHENKLAUSUR. Eine mobile Praxis für Obdachlose in Wien etwa kam erst zur öffentlichen Finanzierung, nachdem sich Schauspieler dafür einsetzten. Durch den Einsatz ihres Bühnenkönnens im medialen Alltag schaffen sie eine ganz besonders pollitische Form der szenischen Intervention. Darum weiß natürlich auch Martina Reuter von WOCHENKLAUSUR: „Künstler haben ein Schutzschild, nämlich die künstlerische Freiheit.“

 

Text: Boris Alexander Knop

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Fr, 22.11.2013 0

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29.11.2009

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