EMSCHERKUNST: Between the Waters – The Emscher Community Garden

Die moderne biologische Kläranlage wird auch 2013 wieder aufgebaut

Die Ausstellung EMSCHERKUNST wird im Sinne einer Zukunftswerkstatt den Strukturwandel im nördlichen Ruhrgebiet und die damit verbundene Renaturierung der Emscher bis zum Jahre 2020 begleiten. Nach ihrer Premiere zur Kulturhauptstadt RUHR.2010 wird es im Frühsommer 2013 eine Neuauflage geben. Noch einmal aufgebaut wird dafür das gemeinschaftliche Kunstprojekt "Between the Waters – The Emscher Community Garden" von Marjetica Potrč und Eva Pfannes von Ooze Architects.

 

"Between the Waters" erinnert auf den ersten Blick an einen künstlich angelegten Nutzgarten. Das Feuchtgebiet zur Reinigung des Wassers  zeigt, dass die Natur in der Lage ist, Wasser eigenständig zu reinigen. Dieses Wasser kann für eine Toilettenspülung und für die Bewässerung von Obst- und Gemüsepflanzen in einem öffentlich zugänglichen Garten genutzt werden. Durch den Einsatz von UV-Filtern ist auch eine Trinkwasserversorgung vor Ort verfügbar. Das Projekt demonstriert so mit modernster Technologie die Reinigung von Abwässern.

Das Kunstprojekt als Pflanzenkläranlage präsentiert eine nachhaltige Wasserversorgung, es arbeitet ausschließlich mit dem vor Ort vorhandenen Wasser, dem Emscher-Wasser, dem Kanal-Wasser und dem Regenwasser. Alle einzelnen Stationen wie z. B. Pumpenschächte, Pflanzenkläranlage, Wassertank, Frischwasserfilter sind dabei oberirdisch positioniert und lassen den Verlauf des Wassers für Besucher nachvollziehbar werden. Die  konkrete Präsentation mit den oberirdisch verlaufenden Stationen von der Klärung des Wassers bis zur Bewässerung eines öffentlichen Gemeinschaftsgartens kann dazu dienen, bei den Besuchern das Verständnis und die Akzeptanz

für den Einsatz moderner biologischer Kläranlagen zu gewinnen.

"Between the Waters" hat die Besucher stark eingebunden und lud zum Verweilen ein. Im Video werden außerdem neue Orte der zweiten Künstlerbereisung im Mai 2011 vorgestellt. Mit der EMSCHERKUNST.2013 soll es auch gelingen, neue Wahrzeichen entlang der Emscher zu schaffen. Die bisherigen Planungen setzen wieder auf internationale und nationale Künstler, aber auch auf eine Einbindung der regionalen Kunstszene.

 

Ein Film von sushi media.

Teaseroto: Roman Mensing

Mi, 25.07.2012 0

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29.11.2009

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Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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