Die Europäische Kommission setzt auf die Kreativwirtschaft. In enger Zusammenarbeit haben die Generaldirektion für Unternehmen und Industrie und die Generaldirektion für Bildung und Kultur nun eine aktive Plattform für die europäische Kreativindustrie geschaffen: die ECIA.

Carsten Schierenbeck | EC Beauftragter für Innovationspolitik DG Unternehmen und Industrie
Alle reden immer davon, dass der Künstler und Kreativarbeiter sich selbst viel mehr als Unternehmer verstehen muss. Aber es muss sich ebenso noch sehr viel im volkswirtschaftlichen Verständnis von kreativer Arbeit, Kunst und Kultur tun. Viele Kreative starten mit finanzieller Hilfe durch Freunde und Familie. Das ist ihre einzige Chance. Die ECIA will nun endlich kreativen Ideen von Anfang an zu einer Kreditwürdigkeit bei Banken verhelfen.

Expertenaustausch auf dem IF Finale Milano
Das mit der Plattform How to Grow entwickelte Webportal der ECIA bietet kreativen Mikro-, Kleinst- und Kleinunternehmen den Einstieg in die Unterstützung durch keinen geringeren Player als die Europäische Kommission. Man sollte dieses vielfältige Angebot nicht ungeprüft lassen. Der Beauftragte für Innovationspolitik bei der Generaldirektion Unternehmen und Industrie Carsten Schierenbeck wird pragmatisch und erklärt u.a., wie die ECIA mit Innovation Vouchers hilft. In den nächsten drei Jahren sollen 100 Millionen Euro an Fördermitteln bereit gestellt werden.

David Furmage | Clusterexperte
Neben unternehmerischen Rat und finanzieller Hilfe soll die ECIA Dreh- und Angelpunkt für die vielen Teilbereiche der europäischen Kreativindustrie werden und ihren erfolgreichen Austausch mit der bestehenden Industrie und der staatlichen wie regionalen Politik sichern. Die kleinen Kreativen können ab sofort auf europäischer Ebene mitmischen. Die ECIA wird sich beweisen müssen. Wir werden diese Entwicklung beobachten.
Direkt zur ECIA geht es hier.
Text: Boris Alexander Knop