Digitale Arbeitswelt: Ich kann zwar, aber ich will nicht!

Kai Vöckler und Sascha Lobo über den Arbeitsplatz und Arbeitnehmer 2.0

Am Rande der letzten Frankfurter Buchmesse sprachen der Städteforscher und Urbanist Kai Vöckler und das Internet-Maskottchen Sascha Lobo über neue Formen dezentraler Arbeit, die das Internet ermöglicht – aber auch über den Wunsch der Digital Natives nach Gemeinschaft im Realleben.

 

Arbeitsplatz 2.0 – die Qual der Wahl

Kai Vöckel, Stiftungsprofessur für Kreativität im urbanen Kontext an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach, nennt digitale Kommunikationsmöglichkeiten und neue Transportmöglichkeiten als essentielle Faktoren für die neue Arbeitswelt: Der digitale Mensch ist ortlos, kann sich überall einloggen, bekommt binnen 24 Stunden alles geliefert – das heißt, auf den ersten Blick ist jede Ecke Kerneuropas urbanisiert, auch wenn man auf dem Land wohnt. Dennoch zieht es die Leute wieder in die Städte zurück, weil sie den sozialen Austausch suchen.

Sascha Lobo, bekanntestes Bloggergesicht Deutschlands und Strategieberater in Sachen Internet und Markenkommunikation, stimmt zu: Ich KANN zwar von überall arbeiten, aber ich WILL nicht! Das Kennenlernen neuer Leute, der zufällige Austausch sind viel wichtiger, und das Internet bewirkt, dass ich das auch kann. Ich habe die Wahlfreiheit, ob ich allein am See sitzen oder in der Stadt mit anderen Menschen zusammen arbeiten möchte.

 

Arbeitnehmer 2.0 – Freiraum und Selbstvermarktung

Als nähmen sie die momentane Debatte über Urheberrecht, kreative Freiräume und die Forderung nach Selbstvermarktung der Künstler vorweg, sprechen Vöckler und Lobo wie mit einer Zunge.

Vöckler: Kreativität braucht Freiräume ohne Verwertungzwang! Und Lobo: Selbstvermarktung und der Drang, aus einer Person eine Marke zu machen, ekeln mich regelrecht an. Mir kommt es ausschließlich auf die Inhalte an!

(Bitte diese letzte Sequenz wieder und wieder abspielen, sehr lustig!)

 

Text: Peter Erik Hillenbach

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Fr, 25.05.2012 0

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29.11.2009

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