Demokratiegewinn oder Geisel technischen Fortschritts?

Das Forum d'Avignon 2011 beleuchtet die politischen und sozialen Implikationen der Digitalisierung

Welchen Preis zahlen die Menschen für die Digitale Revolution? Wiegen die partizipativen Werkzeuge der Social Media die mächtigen Überwachungsinstrumente auf? Und was ist aus der guten, alten Kunst mit ihrem gesellschaftspolitischen Anspruch geworden?  

 

Der Philosoph Richard David Precht bringt es forsch auf den Punkt: „Wir werden heute getrieben, nicht nur ökonomisch, sondern auch politisch und sozial, durch den technischen Fortschritt. Der technische Fortschritt ist der einzige Fortschritt der Menschheit, der irreversibel ist.“

 

 

 


To boldly go

Der bekannte Filmkomponist Eric Serra kann dank Software symphonisch Musik komponieren. Die digitalen Techniken ermöglichen ihm in seiner Arbeit das einfache Erschließen eines fulminanten musikalischen Spektrums.

Ebenso wenig Berührungsängste hat der Direktor des Google Cultural Institute Steve Crossan.  

Er sieht sich als Erforscher neuer Lebens- und Ausdruckswelten.   

 

„The tool is not any longer developed by the artist“

In einem, kleinen aber sehr feinen Vortrag gibt der Künstler Jochen Gerz eine fundierte Analyse der gegenwärtigen Herausforderung an einen Ästhetizismus wieder. Der Künstler arbeitet heute mit Medien, die per se nicht für das Erstellen eines künstlerischen Ausdrucks entwickelt wurden. Begreift man den Prozess der Digitalisierung als Demokratisierung der Künste, fällt zwangsläufig das alte Bild des Künstlers.

 

Senatorin Catherine Morin-Desailly wünscht sich gar eine partizipative Demokratie via Social Media.

 

Text: Boris Alexander Knop

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So, 18.11.2012 0

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29.11.2009

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