Creative Spaces / Places - Was Brüssel von Toronto lernen kann
In wenigen Wochen steht In Brüssel die nächste Jahrestagung der Kultur und Kreativwirtschaft an. Es geht um die Frage, wie sich die oft beißenden Forderungen von Kreativität, Wirtschaft und Bildung zum gegenseitigen Nutzen miteinander vereinbaren lassen.
Richard Florida und andere Kreativitätsgrößen haben an der Konferenz in Kanada „The collaborative City“ Ende 2009 teilgenommen. Das Konferenz-Konzept hat vorbildlich gezeigt, wie eine kreative Veranstaltungs-Form produktive inhaltliche Ergebnisse provoziert.
"think.create.collaborate"
waren die Imperative in Toronto im Rahmen der Konferenz-Serie: „Creative Places + Spaces“ . Das Schwerpunkt-Thema der Konferenz 2009 „The collaborative City“ - die kollaborierende Stadt. Internationale Wissenschaftler und Vertreter der Kreativwirtschaft stellten dazu ihre Konzepte und Ideen vor, die immer wieder um drei Begriffe kreisten: Menschen, Orte und Kreativität.
Wie „die kollaborierende Stadt“ der „kollabierenden Stadt“ mithilfe der gemeinsamen Kraft der Kreativität entgegenwirken kann und welche Zukunfts-Potenziale bestehen, erklärten hochkarätige anglo-amerikanischen Kreativitäts-Spezialisten wie Richard Florida, Sir Ken Robinson und Charles Landry.
Lokaler Fortschritt durch neue Perspektiven – Neue Perspektiven durch globale Zusammenarbeit
Das Konferenz-Programm war in seiner Form selbst kreativ gestaltet. Zur Einleitung des eigentlichen Tagungsmarathons standen interaktive Workshops und Ausflüge mit den internationalen Gästen zu den Orten der Kreativität in Toronto auf der Tagesordnung.

Mehrere Kunstperformance-Unterbrechungen und eine direkte Auseinandersetzung mit praktischer Kreativität innerhalb des Vortrag-Geschehens, machten das omnipräsente Motto think.create.collaborate lebendig und greifbar.
Das Einzigartige an „Creative Spaces + Places“ ist wohl diese lebendige Form, die einen kreativen, inspirierenden Nährboden für die Kommunikation von interessanten, neuartigen, innovativen Ideen bereitet und gleichzeitig durch die berücksichtigte Realitätsnähe die Kreativitätstheoretiker und Wandel-Wissenschaftler während der Tagung zur Pragmatik ermahnt.
Globale Elfenbeintürme verlassen
Die globale Perspektive kann sicherlich lokale Probleme lösen, vorher muss aber die Frage beantwortet werden: Wie man diese globale Perspektive lokal vermittelt? Vielleicht auch eine Frage für die kommende Jahrestagung in Brüssel 2010. Und wenn die Erfahrungen aus Toronto in Brüssel thematisiert werden und die darauffolgenden Erkenntnisse aus Brüssel mit Toronto auf eine kreative und lebendige Art und Weise geteilt werden, dann kommt man irgendwann vielleicht auch auf die nächste Ebene mit dem Motto: „The collaborative World“.
European Cultural Creative Industries Summit (ECCI) am 22. Juli in Brüssel
Am 22. Juli 2010 wird in Brüssel die dritte Jahrestagung der Kultur- und Kreativwirtschaft stattfinden. Das ambitionierte Diskussionsforum in Belgien wurde 2008 von der RUHR.2010 ins Leben gerufen und seither jährlich durchgeführt. Gastgeber 2010 ist das deutsche Kreativwirtschafts-Institut der RUHR.2010 "European Centre for Creative Economy" (kurz ECCE). Teilnehmer aus 16 europäischen Nationen diskutieren mit Vertretern der führenden europäischen Kreativwirtschaftszentren. Dabei geht es um die Frage, was Kreativität für die Wirtschaft tun kann und wie Bildungssysteme dafür umgestaltet werden müssen. Die Europäische Kreativwirtschaft zu stärken, sie international konkurrenzfähig zu machen und die erforderlichen politischen Weichen zu stellen, werden dabei die übergeordneten Ziele sein.
Weitere Beiträge:
- European cultural & creative industries summit 2009
- The Collaborative City - Was Brüssel von Toronto lernen kann
- Ruhr Atoll - schwimmende Landschaften auf dem Baldeneysee
- Der Kreativmotor der Zukunft - Eröffnung des Dortmunder Us
- Die Eröffnung der Emscherkunst.2010 in Bildern
- T.A.I.B. - Reclaim The 'Baulücke'
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