vor 1 Woche 3 Tage
tja, anscheinend schon fast
tja, anscheinend schon fast zwanghaft dahin, wo einkaufsstraßen sind. und davon gibt es viele in der hauptstadt, aber auch an der ruhr. (wo sind all die schönen landkommunen geblieben? geht doch auch mit laptop!) ich bitte halt, genau diese parallelen - anwohneranbindung oder "kunst-ufo", bewusstsein für ausgrenzungsprozesse oder nicht - zu sehen. das macht die kiste aus. thx & cheers aus dem anderen gewusel weiter nordöstlich!
Coffee vs. Culture
vor 2 Wochen 1 Tag
C-o-f-f-e-e
Reminds me of the new video by Die Zelten! from Essen: http://www.youtube.com/watch?v=_Vfb2Rv-aWg (I think one may get the message even if not that capable of the German language)
vor 3 Wochen 3 Tage
Kleine Ergänzung
Nun, ich war ja auch da und finde folgende Aspekte noch interessant: Die Grünpartei hatte ja nicht zuletzt die Entwicklungsmöglichkeiten des Viertels so gemalt, dass man vor dem geistigen Auge Kinderwagen vor Parkkulisse sehen konnte. Weder sie noch andere auf dem Podium konnten aber diese Wahlkampflyrik mit Fakten untermauern - kein Wunder für eine zentrale Ecke am Ende der Fußgängerzone. Und auch eine feine Work-Life-Balance der Kreativen (und nicht nur Künstler) im Viertel schien vielen im Publikum eher jenen beschieden, die schon seit Jahren zwischen Imbiss, Szeneshop und Rockerläden dort agieren - und nicht den Atelier- und Büro-Kreativen in Atelierhaus und auch Unperfekthaus, die irgendwann die Tür abschließen und nach Hause fahren. Eher in die Richtung geht da schon Wiesemanns Mehrgenerationenhaus, aber auch das wirkt nun einmal recht hermetisch gegenüber den gewachsenen, internationalen Strukturen im Viertel. Daher also das übertriebene Wort vom "Künstlerghetto" aus dem Publikum. Ein weiteres übertreibendes Wort aus dem Publikum war "instrumentalisierte Künstler", was darauf abzielte, dass mit dem Künstlerhaus eben vor allem universitäre Strukturen gestützt bzw. ergänzt werden. An diesem Punkt hätte sich zwischen Grünen, Gorny und Wiesemnann eine differenziertere Debatte ergeben können, wie nun wer Impulse mit was genau wofür (Parkidyll samt Wohnen am Büro/Atelier? Aufwertung der Einkaufsstraße? Eher separierende Förderung von Künstlern ohne Anbindung an die schon gewachsenen Kreativstrukturen? ...) setzen möchte. Dies wurde aber typischerweise durch eine Schwarzweißmalerei unterlaufen - als gäbe es nur "Freiraum-Maximalforderungsschnorrer" und "konsensuale Viertelaufwerter". So blieb das Podium harmonisch und das Publikum durfte als ignorant herhalten - was leider auch in diesem Artikel ein wenig so rüberkommt.
vor 5 Wochen 8 Stunden
vorsichtige zusage
ja, da fallen mir schon welche ein, durchaus auch aus dem rhein-/ruhrgebiet (was die artikelschreiber ja nicht sind). bei mir ist's nur ne terminfrage, diskussion von etwa vier leuten find ich besser als vortrag/predigt. ab montag bin ich wieder in der gegend. kaffee vor der goldbar oder so? (den termin vielleicht per mail). grüße! jens
vor 6 Wochen 3 Tage
Ein paar Einwürfe
Wie viele Teile werden's denn noch? :) Na, ich hak mal ein, hab grad etwas Zeit. Also, an den hier geäußerten Dingen gibt es so einiges, von dem ich nie verstehe ob das nicht teils - durchaus äh gesellschaftlich konstruktive - Autosuggestion oder so etwas ist, oder ob diese Selbstbeobachtungen bzw. -analysen eher gedankliches Nachäffen von 60er, 70er bis 80er-Gedanken sind. Beispiele: "Man will sich halt nicht ablenken von der Welt da draußen, man will eine eigene Welt kreieren." Aber ist das Selbstkreieren nicht die beste Ablenkung? (Muss man ja nicht ins rein Virtuelle gehen, um das zu sehen.) "Subkulturen waren ja auch nicht allesamt politisch. Sondern teils auch reines Image. Selbst beim Punker, der ja immer links ist." Punks sind immer eher real existierender (Freizeit-)Anarchismus bzw. -Situationismus gewesen, deshalb wurden auch so schnell Ich-AGen und GbRs daraus, siehe Punkpopstars von McLaren bis P.I.L. bis die Reed/Anderson-Achse blabla. (Joscha und Warhol - daas würde mich ja auch mal interessieren...) Und gerade als -rocker waren und sind Punks eben nicht "immer links" - oder war das ein Scherz? Das ist ja das Spannende an Beatplantation, dass sie immer so zwischen Hofparty mit etwas Pink Floyd und situationistischem Theater hängt - wobei ich letzteres spannender bis existentieller finde. "Als Antifaschist ist man hierzulande ja ein Linksextremist." Nö, gerade der westdeutsche und neu-ostdeutsche Antifaschismus ist ja eben genau der pro-westliche, eher konsumistische, aber teils auch protestantisch-verzichtende (Kein Fleisch, aber Techno. Volldeutsches Analystentum mit ein bisschen Mystizismus garniert. Werktags-abends Pop in der Einzelzelle, wochenends socializing im Vergnügungspark.) Kurz: Ich möchte das Interview mit dem ungemochten Zitat aus meinem Leipzig-Links-Bunt-Artikel zusammen denken: "Wie wir im Osten in den 90ern wie die im Westen in den 80ern Antifa-Zuschüsse benutzt haben, um uns zu Popstars zu machen." Vielleicht kommt ja aber noch die Frage nach Debord und vor allem Adorno. :) Ansonsten würde das Interview eher einen Entwicklungsroman schildern, getreu dem - hier leicht veränderten - Spruch "Wer mit 20 kein Anarchist gewesen ist, aus dem wird nie eine gute deutsche Popfabrik." Sorry für die leichte Polemik, aber so geht's kürzer. P.S.: Ich verlinke nur bedingt gern die - irgendwie gut zu oben Geschriebenem passende - jungle world, aber ganz gern den Maurice mit folgendem Artikel zum Thema: http://jungle-world.com/artikel/2008/48/31388.html Und einführend/vertiefend zu "Pop-Linke": http://www.beatpunk.org/stories/mein-pop-dein-pop/
vor 11 Wochen 2 Tage
Mall & Quote
Passt sehr gut zum "Kontroll"-Teil ganz oben, ja. Ich bin aber gegen Kaufhausbrände, um das mal klar zu sagen. :D Und dieses Blog ist mir seit einiger Zeit zu kriegerisch, populistisch und undifferenziert. Manchmal liest man da Artikel und Kommentare wie man früher mal Reality Soap geguckt hat. Aber der genannte ist einer der guten - bekam typischerweise wenig Kommentare, wie viele gute. Quote und Mall sind sich prinzipiell gar nicht so fremd, finde ich.
vor 13 Wochen 5 Tage
Neues (17.2. abends) zum Schokoladen
It ain't over until it's over: Presseerklärung des Schokoladens: Etappensieg für Schokoladen ! Der Räumungstermin des Schokoladens ist ausgesetzt, um Raum zu schaffen nach 2 Jahren endlich ernsthaft wieder in Verhandlungen zu treten. Der Schokoladen, die Edith Maryon Stiftung, die Eigentümergesellschaft und der Bezirk Mitte, der Senat und der Liegenschaftsfonds sitzen nun wieder am Verhandlungstisch, um ein konkretes Kompensationsgeschäft auszuarbeiten. Wir sehen das als ein deutliches Zeichen dafür, dass eine juristisch und politisch verfahrene Situation nur durch breiten öffentlichen Druck wieder in Bewegung zu bringen ist. Es reicht uns nicht, als Offkultur-Oase Hoffnung auf Überleben zu haben und wir wollen auch keine Insel inmitten einer durchgentrifizierten Stadt sein, sondern fordern ein grundsätzliches Umdenken der stadtpolitischen Zielsetzung. Gegen steigende Mieten, gegen Verdrängung, gegen Clubsterben, gegen kommerzielle Verwertung – für ein Recht auf Stadt für alle ! Sprecherin des Schokoladen e. V., Anja Gerlich: „An dieser Stelle danken wir all unseren UnterstützerInnen für ihr Hilfe und Solidarität !“ Schokoladen e.V. - Hier mehr samt Befindlichkeits-erhellender Kommentarspalte: http://www.tagesspiegel.de/berlin/raeumung-abgesagt-der-schokoladen-ist-gerettet/6223008.html
vor 16 Wochen 6 Tage
Lesen und Schreiben
Ich les das ja alles. Das Grotkamp-Blatt mal beiseite: Ausgerechnet in der Essener Innenstadt etwas mit sozialem Anspruch machen, diese "Funktion" ist wohl ausschließlich den Glaubensgeschwistern zugeteilt. Insofern geht Dein vorletztes Traktat ja in eine passende Richtung. Halt! Weststadt-Halle fällt mir noch ein, denn Jugendarbeit ist ja entweder "Fallbehandlung" (s.a.: funky Sozialarbeit) oder eventorientiert (denn das macht auch dem Onkel vom Jugendamt Spaß). Ich - und nicht alleine - sehe aber genau dieses Innenstadt-Ding als Problem: Alles ist recht fix so semi-glam bzw. c-promi da, und nach Rüttenscheid und Bredeney kann man demnächst auch von Frohn- und Holsterhausen wohl nichts mehr an Räumen erwarten, an und in denen man sich und anderes in Ruhe entwickeln kann. Insofern finde (fand?) ich persönlich an dem Sturm auf die City echt vor allem den daraus entstandenen Diskurs gut - und der geht auch ohne Lokalblatt weiter. Aber den gewählten Ort unglücklich. Klar ist Innenstadt praktisch - aber banal. Passt alles ganz witzig zu der Veranstaltung hier (bitte festhalten): http://www.imorde.de/termine/termin/tagung-innenstadt-2012-findet-freiraum-innen-statt-netzwerk-innenstadt-nrw/08618a43b8093ba0f4267a5d53c2cfe0/
vor 19 Wochen 1 Tag
Ergänzung
Wäre das hier etwas eher passiert, hätten die Herren aus Washington und Ägypten wohl etwas anders auf meine Frage nach der Relevanz der diversen Formen von Cyberwar (s.a. neue Schwerpunkte der US-Außenpolitik und Guttenbergs Rolle in der EU) antworten müssen: http://www.tagesschau.de/inland/computer154.html
vor 20 Wochen 1 Tag
Nuja, ich habe so in etwa
Nuja, ich habe so in etwa geschrieben, dass die Freiraum-Besetzung ein Auslöser für die Koop zwischen Kulturbüro, Kunsthaus und WiSchafö etc. war. Wie ich inzwischen hörte, ist Joscha ja auch im Zuge dessen in den Kulturbeirat der Stadt eingetreten. Ich hatte das schon immer so verstanden, dass die Freiraum-Leute eigene Räumlichkeiten für sich (oder unter ihrer Leitung/Verantwortung) haben wollen. Aber das ist natürlich nur ein Partikularinteresse unter so einigen, daher bin ich im Artikel nicht speziell weiter darauf eingegangen. Und Freiraum hat ja kein Monopol auf "Kunst als Entwicklungsmotor", insofern muss ich da sogar die Leute von der WAZ mal in Schutz nehmen. ;)
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