Der Jesus von Rotthausen
vor 12 Wochen 5 Tage
jesus
Wat is schon Klaaheit? Es kommt darauf an, welchem Spiel der geneigte Zuschauer zuneigt? Es ist keine Empfehlung für Fans der post-dramatischen Schule. Und für Kulturhauptstadt-Nachhänger ist es ein Gegenentwurf. Provinz ist da, wo man sie erkennt. Hilft das jetzt? Sicher nicht wirklich, aber nicht gleich nach dem Staat rufen. Hallelujah.
vor 24 Wochen 6 Tage
festival favoriten
Es heißt in dem Artikel "...bietet einen tiefen Einblick in die freie Theaterszene des Ruhrgebietes..." Das ist mitnichten der Fall.
vor 46 Wochen 2 Tage
Vielleicht kann man sich die
Vielleicht kann man sich die Kundschaft, die Kunst kauft, gleich backen. Verkauf ohne Kunden sollte doch hier im Revier viele kennen.
vor 1 Jahr 8 Wochen
Kulturinfarkt ist ein Kunstfehler
Ja, man kann es vielfältig sehen. Peter Grabowski liegt weder ganz falsch noch ganz richtig im Krankenbett der Subventionsklinik. Die Polemik zur deutschen Subventionslandschaft in der Kultur flattert über die Bildzeitung auf die deutschen Parkbänke und Küchentische und untermauert die verbreitete Meinung, "für so was dürfe man kein Geld ausgeben". Es ist schlichtweg nicht zulässig, die Landschaft über einen Kamm zu scheren. Mir fielen auf Anhieb Institute ein, deren Existenz nicht bis in alle Ewigkeit dringlich wäre, aber die große Mehrheit der deutschen Institute sorgt für Flächen deckende Versorgung und ich finde nicht, dass nur der Hamburger einmal im Jahr den "Sommernachtstraum" sehen darf und der Berliner gar zweimal Goethe. "Überall das gleiche" ist genau so ein Unfug wie die Mär von der Übersubventionierung. Wer kann denn so naiv sein zu glauben, die mutmaßlich gestrichenen Mittel kämen anderen Ideen und Einrichtungen zugute? Dass das Theatersystem mit Tarifverträgen der unterschiedlichsten Art ein Tanker ist, der auf Schlick liegt, ist nichts Neues. Da gäbe es sicher Handlungsbedarf. Aus welcher Haltung schreiben dies die vier Haudegen der Expertenelite? Es ist ein Aufreger und der bietet Stoff für vielerlei bierernste Protestnoten. Der Karton muss ab und an wackeln, damit Unruhe aufkommt, aber die muss man sortieren.
vor 1 Jahr 18 Wochen
Duisburger Elend
Wegwandern, Offensives Verschwinden! Duisburg ist auf der Landkarte freier Darstellender Künste eh nur noch ein kleiner Klecks. Dagegen ist Dortmund ein El Dorado, wenn auch aus Lehmhütten und Lachlatten. Das Helios Theater ist vor langer Zeit von Köln nach Hamm und führt dort seit dem ein kulturelles Leben. Oder: z Zusammen sind wir stärker! Synergy ignition engine start.
vor 1 Jahr 22 Wochen
theater 2020
D'accord.
vor 1 Jahr 24 Wochen
Mehr Geld für Freie
So sieht das Land offiziell die Erhöhung. Genaueres kann man der Pressemeldung entnehmen. Das ist grundsätzlich naturgemäß eine tolle Sache, aber wenn man genauer hinschaut, ist es reine "Spitzenförderung". Da, wo etwas ist, kommt etwas hinzu. Dieses Vorgehen gibt es seit Jahrtausenden. Offenbar konnte sich nur Jesus leisten, Mittel an die Bedürftigen gerecht zu verteilen. Aber die Politiker sind ja keine Wohltäter, sondern Vollstrecker der Vorgaben von Lobbies. Man will offenbar die sogenannten Freien in die Institutionen drängen. Da kann man den Überblick behalten. Nur - die Institutionen haben deswegen nicht mehr Raum und Zeit. Es gibt immer nur ein paar Nutznießer aus der freien Wildbahn. Die Wildbahn selbst wird keineswegs besser unterstützt. Wer ohne Haus ist, der möge betteln gehen. Der Mensch (Künstler) ist nur etwas wert, wenn er sich mit einer Immobilie vermählt. Die Off-Szene wird nicht vielseitiger, einfallsreicher, innovativer. Im Gegenteil. Es bleibt eine Liga ohne Auf- und Abstiegskämpfe.
vor 1 Jahr 31 Wochen
geld für kunst und raum
Das ist die Grundhaltung, die man von jedem Politiker hören kann. Wir haben nix und es tut mir leid. Wenn da nicht diese Missverhältnisse wären.....
vor 1 Jahr 38 Wochen
PLEITE
Sinnmachende Zusammenfassung zum Thema Kreativität in Kunstnähe.
vor 1 Jahr 39 Wochen
soziokultur
Nicht jedes Haus, das damals mit Soziokulturfarbe gestrichen wurde, kommt heutigen Inhalten und Bedürfnissen nach. Das gilt auch für andere Einrichtungen; dennoch sehe ich große Chancen, das Abblättern der Farbe in bedeutungsvolle Patina zu verwandeln. Allein "sozio" vermittelt immer noch "schmuddel" und "alternativ", so wie freies Theater für die meisten Politiker immer noch Freizeitbeschäftigung bedeutet. Da sind verschiedene Züge schon lange auf unterschiedichen Gleisen unterwegs und kommen nie am gleichen Bahnhof an. Trotz alle Bekundungen sind auch die innovativen Förderer wie Fonds Darstellende Künste oder Soziokultur in ihren Schubladen gefangen. Bei einem darf es nicht nach sozio riechen, beim anderen nicht nach Kunst. Dass aber längst die wichtigsten Entwicklungen keine Unterschiede mehr machen, wird nicht hier bemerkt. Auf internationaler Ebene werden solche Mischformen gefeiert und bezahlt. Dass man inwzischen für Auftritte bezahlen muss, um Betriebskosten eines Hauses zu sichern, hat mit sozio nichts mehr zu tun. Alle sind längst der Rentabilitätsmentalität in der Kultur gefangen. Fast alle Häuser können ihrer - meiner Ansicht nach - notwendigen Aufgabe, als Produzent aufzutreten, auch außerhalb ihrer meist viel zu kleinen Gebäude, nicht nachkommen, um Zeichen zu setzen. Daher können kleine Beträge nicht mehr als Forderungsziel aufscheinen. Es geht um mehr. Es geht um die Stadtgesellschaft, um Lebensqualität, um Erkennen und Nutzen von schöpferischen Kräften, ums Ganze. Und da muss man mal qualitätsvoll und musikalisch vors Rathaus kacken.
Seite 1 von 6