... und versaut mir den ganzen Tag.
Die Lücke wird nicht zu schließen sein, denn ich finde es ist nicht nur die Filmauswahl, die das Roxy zum Roxy macht(e). Ein neues Roxy im "U"? Kann ich mir nicht vorstellen....
Noch ein Grund weniger, in die Nordstadt zu kommen....
Traurig... und wieder geht für mich ein Stück meiner Identifizierungsmöglichkeiten mit dieser Stadt verloren.
Mir bleiben die selbigen im Halse stecken. Aber es ist wohl wie das Äpfeln mit Birnen vergleichen, wenn man Freiraum2010 und die Loveparade miteinander vergleichen will.
Die Lobby, die hinter der Loveparade steht, ist doch um ein vielfaches größer, ach nein, ich denke eher, die Künstler in Essen haben garkeine, den wer will sie schon haben?
Da kann man doch eher an das Bohrloch im Golf von Mexiko denken, und die dort ebenso fehlenden und falsch eingeschätzten Sicherheitsvorkehrungen. Das passt ja schon eher, oder?
Was ich heute morgen schon wieder dazu im Radio gehört habe, verursacht einen Würgereiz - haben die Verantwortlichen bewusst das Risiko in Kauf genommen? Auf Biegen und Brechen musste im Kulturhauptstadtjahr die Loveparade veranstaltet werden?
Was wird noch alles ans Licht kommen?
Die Pressekonferenz am Sonntag mittag war genauso wie man sich das vorstellt: Leere Worthülsen, die Fragen der Journalisten werden nicht beantwortet, alles bleibt schwammig, betretene Gesichter.
Ist Herr Sauerland sicher, dass er nicht zurücktreten muss?
Nach diesem großartigen Artikel ärger ich mich noch mehr, dass ich es nicht geschafft habe!
Christian, du sprichst das aus, was ich auch dachte, als ich da war an diesem Samstag abend. Allerdings hab ich nicht alles mitbekommen, was du schreibst, denn ich habe es nur eine Viertelstunde ausgehalten, dann bin ich wieder gegangen. Furchtbare "Veranstaltung", dass hätte auch das Kaiserstraßenfest sein können. Ich musste gehen. Und deine Formulierung "eine Straße ist vorhanden, es wird gebaggert" ist noch untertrieben, das ganze Phönix-Gelände dort besteht aus Straßen, mit Busspuren und Fahrradfahrerstreifen und Parkbuchten und Abbiegespuren, es mutet zwischen den noch wenigen neuen Gebäuden grotesk und sinnlos an. Der abenteuerliche, wilde und "verbotene" Flair einer stillgelegten Industrieanlage ist verschwunden, es bleibt ein zwischen neuen Gebäuden und sinnlosen Straßen eingesperrter Hochofen, ein toter Dinosaurier. Traurig. Da geh ich doch lieber garnicht mehr dahin und behalte Phönix so in Erinnerung, wie es noch vor wenigen Jahren war.
Mann, sind wir alt geworden... Früher war alles schöner, sogar die Eintrittskarten!
Auch wenn es heute noch gute Konzerte gibt, eines auf jeden Fall nicht mehr: So wunderprächtige Eintrittskarten, die sich so gut in diversen Erinnerungsalben machen! Und heute? Bleiben schlecht geschossene Fotos und Kreischmitschnitte auf dem Handy...
Denken die Menschen das wirklich? Haben sie Gott auf Ihrer Seite, weil sie Waffen haben oder haben Sie Waffen, weil sie Gott auf ihrer Seite haben? Wo ist die Rechtfertigung?
Was wird im Namen der Götter - welcher auch immer - eigentlich alles veranstaltet? Das ist wirklich unglaublich.
Und man bekommt den Eindruck, als wären die Menschen dort in Westvirginia noch immer nicht im 20. Jahrhundert angekommen - oder im 21.? Im neuen Jahrtausend? Wie passt das mit den Eindrücken zusammen, die man als Eurpäer von großen Städten wie NY vermittelt bekommt? Sind die Entfernungen zwischen den Menschen dort und da noch so viel größer, als die Meilen zwischen den Orten?
Ich habe bisher alle der Beiträge eurer Tour gelesen, und das Bild das du da von Amerika aufzeichnest, ist sehr erschreckend und ernüchternd. Gibt es denn da so wenig positives zu berichten? Trotzdem: Mehr davon, es kommt zu selten vor, dass man solche Berichte lesen kann. Aber gern auch etwas mehr über eure Musik! (Die ich allen nur empfehlen kann!)


































