Oberhausen - Das Realbook wird rauf und runter gespielt
- Serie: Jazzatlas Ruhr
Oberhausen zählt zu den Städten im Ring um Essen, denen der Ruf als „Jazz-Diaspora“ anhaftet. Jürgen Neumann, im Kulturbüro der Stadt zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Projekte, würde einer solchen Charakterisierung nicht einmal widersprechen. Er selbst nennt die Situation „unheimlich schwierig“, ja sie sei „eher noch schlechter als besser geworden“.

In Oberhausen, sagt er, liefen Rock und Comedy, aber nicht Jazz, „vielleicht weil Oberhausen keine Hochschule hat.“ Gleichwohl lässt die Stadt den Jazz nicht vollständig links liegen, sondern gibt rund 5.000 Euro jährlich dafür aus. Sie unterstützt u.a. die Reihe „Jazz-Karussell“ im Restaurant „Gdanska“, eine wöchentliche Session um den Bassisten Walter Kurowksi.

Das sind Mainstream-Sessions, hätte Neumann sagen können, aber er kennzeichnet sie treffender mit dem Satz: „Die spielen das Realbook rauf und runter“. Das Realbook, es ist so etwas wie die gemeinsame Währung (fast) aller Jazzmusiker, mit seiner Sammlung aus Broadway-Stücken und bekannten Jazz-Kompositionen eine ewige Fundgrube, eine Art Vokabelheft des Jazz, mit dessen Kenntnis ein Musiker (fast) überall einsteigen kann. Das Realbook spielt auch an jedem ersten Freitag in der Fabrik K 14 eine Rolle, nämlich bei einer Reihe, die der Essener Gitarrist Jan Bierther organisiert:
Jan Bierther lädt dazu jeweils Gastsolisten aus NRW ein. Das stilistische Spektrum ist weit, es reicht von Cole Porter bis Jimi Hendrix, dazu Eigenkompositionen des Kurators, wie die CD „Jazz in der Fabrik“ belegt.
Autor des Jazzatlas Ruhr ist Michael Rüsenberg, der seinen WDR-3-Report über Jazzstädte in NRW in der betreffenden Region wesentlich vertieft und erweitert hat. In über 20 Beiträgen - lokal, regional, überregional - fächert er die Landschaft auf, mit über zwei Dutzend Gesprächspartnern, die in diesem Multi-Media-Projekt ausführlich zu hören sind.

In Oberhausen, sagt er, liefen Rock und Comedy, aber nicht Jazz, „vielleicht weil Oberhausen keine Hochschule hat.“ Gleichwohl lässt die Stadt den Jazz nicht vollständig links liegen, sondern gibt rund 5.000 Euro jährlich dafür aus. Sie unterstützt u.a. die Reihe „Jazz-Karussell“ im Restaurant „Gdanska“, eine wöchentliche Session um den Bassisten Walter Kurowksi.

Fabrik K14 - Foto: Kurt Rade
Das sind Mainstream-Sessions, hätte Neumann sagen können, aber er kennzeichnet sie treffender mit dem Satz: „Die spielen das Realbook rauf und runter“. Das Realbook, es ist so etwas wie die gemeinsame Währung (fast) aller Jazzmusiker, mit seiner Sammlung aus Broadway-Stücken und bekannten Jazz-Kompositionen eine ewige Fundgrube, eine Art Vokabelheft des Jazz, mit dessen Kenntnis ein Musiker (fast) überall einsteigen kann. Das Realbook spielt auch an jedem ersten Freitag in der Fabrik K 14 eine Rolle, nämlich bei einer Reihe, die der Essener Gitarrist Jan Bierther organisiert:
Jan Bierther - Foto: Kurt Rade“Ich wollte eine moderne Konzertreihe mit einem deutlichen roten Faden, um langfristig ein Stammpublikum zu gewinnen und so das K 14 als weiteren Jazz-Veranstaltungsort in der Region zu etablieren. Für den ,roten Faden' sorgt die Hausband. Zugleich soll die Reihe möglichst abwechslungsreich sein.“

Jan Bierther - Foto: Kurt Rade
Jan Bierther lädt dazu jeweils Gastsolisten aus NRW ein. Das stilistische Spektrum ist weit, es reicht von Cole Porter bis Jimi Hendrix, dazu Eigenkompositionen des Kurators, wie die CD „Jazz in der Fabrik“ belegt.
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Michael Rüsenberg - Foto: Kurt Rade
Autor des Jazzatlas Ruhr ist Michael Rüsenberg, der seinen WDR-3-Report über Jazzstädte in NRW in der betreffenden Region wesentlich vertieft und erweitert hat. In über 20 Beiträgen - lokal, regional, überregional - fächert er die Landschaft auf, mit über zwei Dutzend Gesprächspartnern, die in diesem Multi-Media-Projekt ausführlich zu hören sind. 
Michael Rüsenberg - Foto: Kurt Rade
Foto Nachweis: Kurt Rade ( www.kurt-rade.de), Ruhr Tourismus GmbH, Klaus Lindemann, Markus van Offern, Frank Vinken, Stefan Grohmann, Josip Djakovic, Benjamin Lütkemeyer, Isabel Dreesbach, Konstantin Kern, Georg Schreiber, Tourismus & Marketing Oberhausen GmbH, Messe Essen GmbH, Michael Heine, Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Daniel Junker, Marc Hartstein, Zentrum für Internationale Lichtkuns e.V. Unna, Werner J. Hannappel
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Mi, 15.12.2010
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