Hexen und Hunger: Zwei medienarchäologische Ausstellungen im HMKV

Hexen 2.0 von Suzanne Treister und History has left the building von Francis Hunger im Dortmunder U

Es ist alles anders, als wir denken. Verschwörungstheorien, Kapitalismus, Kybernetik, Google und die Technikgeschichte des Sozialismus bilden ein Supersystem, das zwei Ausstellungen des HMKV in Dortmund abbilden möchten und dabei eine Art Hypersystem erschaffen.

 

Der Hartware Medienkunstverein setzt ein weiteres mal Medien-Kunst in Szene, die durch ihre politische, sehr gegenwärtige und komplexe Form besticht. Nicht gerade sexy, aber sauklug - und dadurch irgendwie doch sexy.

Die Macy Konferenzen der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts brachten, bezahlt von der US Regierung, allerlei Denker zusammen, um sie nach Wegen suchen zu lassen, wie Systeme und Menschen kontrolliert werden könnten: Von der Flugbahn einer Atomrakete über menschliche Gedanken bis hin zur Zukunft selbst. Daraus erwuchs die Kybernetik und irgendwann das Internet.

 

Die Dichte der Geschichte

Suzanne Treister hat drei verschiedene Räume mit kleinen, aber unfassbar dichten, sich gegenseitig zitierenden und ständig kommunizierenden Werken geschaffen. Auf den ersten Blick Unzusammenhängendes entwickelt eine eigene Logik, ja Schönheit.

Francis Hungers Ausstellung „History has left the building“ widmet sich auch einem dynamischen Kosmos: Der Geschichte des Sozialismus durch seine Technik. Seine Installationen, Hörspiele und Performances sind hintersinnig und komisch. Ein russischer Proto-Computer und das Sputnik Programm sind Ausgangspunkt von Installationen und Hörspielen und Performances.

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Sat, 21.07.2012 0

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29.11.2009

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