
Endstation Kino in Bochum-Langendreer
Preisgekröntes Programmkino auch für Kinder- und Jugendprogramm ausgezeichnet
Die Programmkinolandschaft im Ruhrgebiet blüht. Ende letzten Jahres wurde das Bochumer Endstation Kino mit dem Kinoprogrammpreis NRW zum wiederholten Mal als eines der besten Filmkunstkinos in NRW prämiert. Die Begründung der Jury der Film- und Medienstiftung NRW: Die Programmgestaltung des 89-Plätze-Kinos im Bahnhof Langendreer sei konstant exzellent. Besonders die Qualität des Kinder- und Jugendprogramms wurde herausgehoben.
Preisgelder sind lebensnotwendig
Seit 1988 zeigt das „Endstation“ drei bis sechs besondere Filme pro Woche, leistet sich sogar eine tägliche Spätvorstellung. Dazu kommen Erstaufführungen, Dokumentarfilme, Originalfassungen, Filmreihen und Filmgespräche mit Regisseuren und Gästen – alles jenseits des Mainstreams. Über die Jahre hinweg ist das Kino zudem Ausrichter zweier Filmfestivals geworden: dem Festival des deutschen psychotronischen Films und „Blicke aus dem Ruhrgebiet“, einem regionalen Festival für Video und Film.

Familien wollen 3D
Auch ein Blick in die Zukunft liefert wenig Hoffnung: „Im Familienkino-Bereich starten sehr viele Animationsfilme, häufig in 3D. Die spielen wir ohnehin nicht, aber dafür schauen die Familien dann bei uns weniger“, sagt Endstation-Programmchefin Anke Teuber: „Und die Kinder nehmen ausschließlich die Multiplexe wahr und fehlen später als potenzielles Arthouse-Publikum.“ Wie wichtig die Connaisseurs sind, zeigt sich in der Besucherfrequenz: Während der durchschnittliche Kinogänger in Deutschland eine Karte pro Jahr kauft, kommt der Filmfan einmal wöchentlich ins Programmkino.
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