kreativ.wirtschaften - Björn Jung

„Moment mal – den kenn ich doch!“ Ganz recht. Das Gesicht hat man schon oft gesehen. Und zwar immer dann, wenn es in TV- oder Kinoproduktionen darum geht, die Hauptrollen mit charakterstarken Nebenrollen zu besetzen. Björn Jung, Jahrgang 1974, hat in der Vergangenheit bei so ziemlich allem mitgespielt, was im deutschen TV läuft – von Lindenstraße über Cobra 11 bis hin zum Film „Die Manns – ein Jahrhundertroman“. Doch der Dortmunder Charakterkopf kann weitaus mehr: Seit etlichen Jahren ist der freiberufliche Schauspieler immer wieder mit eigenen Comedy-Stücken auf den Bühnen Deutschlands zu sehen. Zurzeit spielt Jung sein aktuelles Stück "War das jetzt schon Sex oder Mann in Not" im Dortmunder Fletch Bizzel.

Wie kamst Du dazu, freiberuflicher Schauspieler zu werden?

Nachdem ich 1996 bis 2000 auf der Schauspielschule in Freiburg war, habe ich zum Glück direkt danach sehr gute Engagements in Freiburg, München und Köln bekommen. Allerdings wollte ich irgendwann nicht mehr alle zwei Jahre die Stadt wechseln, sondern eine Konstante in mein Leben bringen. Klingt erst einmal merkwürdig, doch als freier Schauspieler mit einer festen Basis ist man tatsächlich um einiges bodenständiger als viele fest Angestellte, die dauernd wechseln müssen. Außerdem hatte ich von München irgendwann genug und wollte wieder zurück ins Ruhrgebiet.


Wie sieht denn der Weg von Deinen Anfängen bis heute aus?

Durch meine Rollen am Theater und den TV-Produktionen habe ich viel dazulernen und mich weiterentwickeln können. In Köln habe ich dann meinen damaligen Kollegen und heutigen Kompagnon Guido Fischer kennengelernt. Seit 2004 arbeiten wir gemeinsam und haben Fischer und Jung Entertainment gegründet. Seitdem bringen wir so ziemlich jedes Jahr ein neues Stück heraus. Offensichtlich treffen wir dabei den Nerv des Publikums, selbst unsere älteren Stücke führen wir immer noch auf. Inzwischen können wir ganz gut davon leben und haben ein Team von bis zu fünf Mann im Büro.


Was war denn die größte Hürde auf dem Weg?


Die größte Hürde. Hmmm. Wieso war? Wir gründen unsere Existenz eigentlich jeden Tag neu. Die größte Hürde bist Du selbst als Freiberufler. Wenn Du Dich nicht täglich neu motivierst oder Dich selbst neu erfindest, tut es niemand für Dich.


Was würdest Du anderen Kreativen raten, wenn sie eine eigene Existenz gründen wollen?

Der Wille muss im Vordergrund stehen. Genauso wie Herzblut und Leidenschaft. Sonst brauchst Du gar nicht erst anzufangen – egal, ob als freiberuflicher Schauspieler und sonst was. Wenn Du selbst die Menschen nicht mit Deiner Idee, Deinem Geist anstecken kannst, was willst Du dann da draußen? Aber allein der Glaube an Dich selbst hilft auch nichts, wenn Du nichts kannst oder nicht bereit bist, Dich weiterzuentwickeln. Stell Dich einfach auf harte Arbeit ein und mach. Sicherheit gibt’s heute als Festangestellter ohnehin nicht mehr. Ach ja, noch ein Praxistipp: Die meisten Freiberufler müssen sich auch selbst verwalten. Also bring von Anfang an Struktur in die Buchhaltung und halte sie in Ordnung. Besser isses.

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Wed, 16.03.2011 0

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24.02.2010

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2 years 10 weeks ago
QUO VADIS, FZW?
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Metropole Ruhr
These days, more than 5 million inhabitants do experience the transformation of their post- industrial Ruhr area in the western part of Germany to an exciting European „place to be“, a budding metropolis in a post-Capital of Culture 2010 identification process with its industrial culture as part of a collective memory being a characteristic feature – and an orchestrated mass event.

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