La Fura Dels Baus schürfen das Gold des Rheins

Ein Frettchen hat die Mercartorinsel in Duisburg-Ruhrort in ein bildgewaltiges Spektakel verwandelt – das Frettchen der Abgründe, so die Übersetzung des Namens des spanisch-katalanischen Theaterensembles La Fura Dels Baus. Zur Eröffnung der 33. Duisburger Akzente und der Local Heroes-Woche am Freitag, 21. Mai, schwebten 80 Trapezkünstler über die Insel, erfüllten Töne Richard Wagners die Luft und tauchten Lichtprojektionen Duisburg-Ruhrort in ein Farbenmeer.

Die Produktion "Global Rheingold" schlängelt sich entlang der Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde, während der Duisburger Kartograf Gerhard Mercator Zwiesprache hält mit der ruhrdeutschen Concordia, der Verkörperung Duisburgs. Er beschwört die Göttin der Eintracht, aus ihrer Kohle- und Stahlvergangenheit aufzuwachen, was sie letztlich dazu befähigt, sich zu erheben und ihren Weg durch die Zuschauermenge zu gehen – begleitet unter anderem von Heinrich Heines Loreley. Um diese Zwiesprache ranken sich Bilder von Installationen, Projektionen und Aktionen, während die Artisten schwerelos die Insel umkreisen.

Schon seit 1979 tummeln sich die Künstler von La Fura dels Baus auf Industriebrachen herum, eröffneten 1992 die Olympischen Spiele in Barcelona und inszenieren Opern. Die Naumon – ein Küstenmotorschiff – dient als Basis für ihre Performances, die nun als erster Duisburger Local Hero an der Mercatorinsel anlegte und der Inszenierung als schwimmende Bühne diente.

"Global Rheingold" auf der Mercatorinsel soll als Symbol Impulse aussenden für den gesamten Hafenstadtteil Ruhrort, für eine städtebauliche Erneuerung in den nächsten Jahren.

Weitere Beiträge im Lab:

Sat, 22.05.2010 2

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Comments

Hehrer Anspruch

Stimmt, ein hehrer Anspruch, doch letztlich muss das Spektakel darauf reduziert werden was es war:schön anzusehen.

ruhrort duisburg tanzt sich in die zukunft

das wäre zu schön um wahr zu sein: tanzspektakel in den medien = stadtentwicklung flott gemacht. wäre das geld nicht besser in zwei stellen in die stadtplanung investiert ? schon klar, dass das nicht festivaltauglich für eine kulturhauptstadt ist.

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04.12.2009

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