Zeche Zollern - Eine Perle unter den Bergwerken

Sie gehört sicherlich zu den architektonisch schönsten Zechen im gesamten Ruhrgebiet: Die Zeche Zollern im Dortmunder Stadtteil Bövinghausen.

Bereits beim Bau des Steinkohlebergwerks zwischen 1898 und 1904 war klar: Es soll die Musterzeche der Gelsenkirchener Bergwerks-AG schlechthin werden.

Allein die Tagesanlage hinter dem Zechentor mit ihrem weitläufigen Vorplatz erinnert mehr an eine dreiflügelige Schlossanlage als an einen Industriestandort. Unter dem Zeichenstift des Architekten Paul Knobbe entstand ein für damalige Verhältnisse imposantes und geradezu detailverliebtes Gesamtwerk aus Giebeln, Zinnen und mitunter kostspieligen Kachelungen im Stil der Backsteingotik.

Der Plan, das einzigartige Gesamtensemble nach seiner Stilllegung in den 1960er Jahren abzureißen und einer Schnellstraße weichen zu lassen, ist zum Glück nicht umgesetzt worden. Heute gehört die Zeche Zollern als einer von acht Standorten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe zu den Ankerpunkten der Europäischen Route der Industriekultur und gewährt Besuchern Einblicke in den Zechenalltag von gestern.

Neben dem ständigen Museum, das anschaulich das harte Leben der Kumpel greifbar macht, lohnt in jedem Fall ein Besuch in der alten Lohnhalle: Hineingehen, umsehen, staunen – der große Raum ist nicht nur für Architekturfans ein optischer Leckerbissen.

Doch auf Zollern geschieht einiges mehr als lediglich Erinnerungen an längst vergangene Bergbautage: Seit Jahren gehört das ehemalige Steinkohlebergwerk mit Veranstaltungen unterschiedlichster Couleur zum festen Bestandteil der Kulturszene in und um Dortmund.

Ein Tipp am Rande: Festes Schuhwerk ist ratsam! Denn wer einigermaßen gut zu Fuß ist, sollte unbedingt die Gelegenheit nutzen, auf einen der Fördertürme zu steigen und sich einen einmaligen Blick über das Gelände und die Dortmunder Skyline zu gönnen.



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Mo, 14.06.2010 0

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24.02.2010

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Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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