Wuppertalfahrt trifft auch das Medienprojekt

Die angekündigten Sparmaßnahmen der Stadt Wuppertal in Zeiten leerer kommunaler Kassen bringt die lokalen Kulturbetriebe an den Rand des Kollaps`, einen Teil sogar darüber hinaus. Das für seine pädagogischen Leistungen vielfach ausgezeichnete Medienprojekt Wuppertal hatte bereits im Vorfeld mit Etatkürzungen gerechnet, doch nicht in dem nun offerierten Umfang. Knapp 30 Prozent weniger Zuwendungen soll es demnächst für die Filmemacher, die sich in der Vergangenheit im Jugend- und interkulturellen Bereich verdient gemacht haben, geben.

Für das Medienprojekt – an dem Jugendliche bis dato kostenlos teilnehmen und mitarbeiten können – eine nicht hinnehmbare Entscheidung: „Wir sind erschrocken und enttäuscht darüber, wie die Stadt mit unserer erfolgreichen medienpädagogischen Einrichtung umgeht“, heißt es in einer Pressemitteilung, die zu einem Mail-Protest gegen die Kürzungspläne aufruft und feststellt: „Jugendkulturarbeit, die durch solche Streichungen als unwichtig und überflüssig degradiert wird, ist eigentlich eine Pflichtaufgabe der Stadt.“

Das beleidigte Medienprojekt sieht sich als „ungeliebtes Kind“, lässt allerdings in seiner Stellungnahme unerwähnt, dass andere kulturelle Einrichtungen ebenso vom Kahlschlag an der Kunst betroffen sind. Eine Bündelung der Wut aller Kulturschaffenden der Stadt ließe die ohnehin geringen Chancen auf eine Minimierung der kommunalen Einsparungsziele womöglich ein wenig steigen.

Anfang Mai wird der Stadtrat über die Durchführung der angekündigten Etatkürzungen entscheiden.

Illu: Medienprojekt Wuppertal

 

Mo, 08.03.2010 0

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05.01.2010

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