Was Kunst nicht ist! Revisionen zur Grundlegung gemeinsamen Denkens

Eigene Maßstäbe


Kunst muss als eigener Bereich gedacht werden mit eigenen Maßstäben. Diesen Maßstab „Ästhetik“ zu nennen, erklärt erstmal nichts, weil „Ästhetik“ ein genauso problematischer Begriff wie Kunst ist. Ästhetische Wahrnehmung von Wirklichkeit verneint aber in jedem Fall die Möglichkeit allgemeine Gesetze, Sinnzuordnungen oder Wert-Maßstäbe anzuerkennen, sondern erklärt jede Warnehmung zum absoluten Maßstab der Grundlage zur Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit.

Kunst, weder Werk noch KünstlerIn


Kunst ist erst einmal nicht das „Kunst-Werk“ oder der/die „KünstlerIn“. Kunst muss als Haltung zur Welt verstanden werden. Wenn ein Kunstwerk „Kunst“ wäre, dann müsste an allgemeinen Merkmalen feststellbar sein, was einen Gegenstand zu „Kunst“ macht. Die Art des Urteils über Kunst ist aber „Geschmack“. Und über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.
EinE „KünstlerIn“ könnte ein Mensch sein, der „Kunst“ ist. Sozusagen ein fleisch-gewordenes „Kunst“-Werk. Vielleicht ließe sich auch einE PropagandistIn der Kunst, als KünstlerIn bezeichnen. Oder ist mensch es dann, wenn erSie seineIhre Wirklichkeit nach ästhetischen Maßstäben misst?

Kunst ist Kunst ist Kunst - Widerspruch als Grundlage


Wenn Kunst eine Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit ist, wobei die Wirklichkeit ihrerseits aus Kunst, besteht, dann ist Kunst aktive Zuwendung zur Wirklichkeit, die mensch selbst ist und zu dem sich daraus ergebenden Widerspruch, der Kunst notwendig macht.

 „Kunst heißt Handeln aus Unmöglichkeit.“ T. Klaus

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Bild von: gigopropaganda.com

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Mi, 01.09.2010 2

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Kommentare

Fast und auch...

wie kommst du zu diesem Ergebnis?
Vielleicht eher ne Mischung aus systemisch-taoististischen Paradoxie-Kult mit einem Hauch Pataphysik...oder was heißt hier post-dada...eigentlich ist dies ein Ansatz zur Ermächtigung der Kunst

Dada siegt!

Bei dieser Glosse handelt es sich offenbar um eine Art Post-Dada - doch leider nicht konsequent zu Ende gedacht. Zur Komplettierung empfehle ich Lautgedichte des Avangardisten Hugo Ball: entweder "Seepferdchen und Flugfische" oder wahlweise auch "Gadji beri bimba": http://bit.ly/bxI1wn

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27.02.2010

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