Vom Tabak zum Design in Linz - Neues Kreativzentrum soll an der Kulturmeile entstehen

Lentos Museum in Linz - Foto: Stadt Linz
Lentos Museum in Linz - Foto: Stadt Linz
Linz plant Großes - nach dem Ende der Kulturhauptstadt werden nun nachhaltige Entwicklungen auf den Weg gebracht.
Geplant wird ein Großprojekt nach dem Vorbild des Wiener Museumsquartiers, wenn auch mit anderen Schwerpunkten. Als richtiger Ort dafür ist die ehemalige Tabakfabrik ins Auge gefasst.

Der berühmte Bau aus den 30er Jahren liegt an der Linzer Kulturmeile mit dem Lentos-Museum, dem Brucknerhaus und dem Haus der ars electronica. Die Umnutzung des Areals verbindet zusätzlich Tradition und Moderne und ist ein wichtiger Baustein der Stadtentwicklungsplanung.

Auf dem 80.000 Quadratmeter großen Gelände wurde in diesem Jahr das Festival ars electronica durchgeführt - eine Zwischennutzung mit Signalwirkung. Eine klare Konzeption, mit welchen Zielsetzungen der Bau umgenutzt wird, existiert noch nicht. Hingegen wurde eine Vorstudie erarbeitet, die drei Szenarien vorstellt.
 

Raum für Industrialdesign


Kulturmeile an der Donau - Foto: Stadt Linz
Kulturmeile an der Donau - Foto: Stadt Linz
Schwerpunkt der Entwicklungen soll auf jeden Fall dem Industrialdesign vorbehalten sein. Dabei wird an Unternehmen aus dem Web-Business sowie an design-orientierte Ateliers und Fertigungsunternehmen gedacht. Wohnen und Arbeiten in dem Haus werden ermöglicht.

Noch ist unklar, wie das Konzept weitergeführt wird. Entweder werden universitäre Einrichtungen in die Planungen integriert oder aber praktische Jugendarbeit. So könnten auf dem Gelände beschützte Werkstätten eingerichtet werden, in denen Jugendliche den Designunternehmen zuarbeiten.
 

Spektakuläre Planung in spektakulärer Atmosphäre


Die Planungen werden reifen, hat die Stadt Linz doch erst im vergangenen Jahr das Traditionsgebäude erworben. Die Tabakfabrik übernahm 1850 die Gebäude der aufgegebenen Wollzeugfabrik, zwischen 1855 und 1902 wurden Erweiterungsbauten errichtet.

Ars Electronica Center - Foto: Stadt Linz
Ars Electronica Center - Foto: Stadt Linz
Die kontinuierliche Produktionssteigerung machte einen Neubau notwendig, der 1935 fertig gestellt war. Den Auftrag dazu erhielten Peter Behrens und Alexander Popp.

Der Bau ist der erste große Stahlskelettbau in Österreich und gilt als eine der konsequentesten Übersetzungen der Neuen Sachlichkeit. Behrens realisierte hier seinen letzten großen Fabrikbau, der internationale Anerkennung auf sich zog.

Das neue Kreativzentrum wird ebenfalls die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.. Allein die Architektur ist spektakulär, das neue Zentrum wird als Vorzeigeprojekt ausgebaut.
 

Fotos: Stadt Linz, Foto (oben - Eröffnung des Brucknerfestes): LIVA


Ähnliche Beiträge
 


Mo, 20.09.2010 1

Kommentar hinzufügen

Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben

Kommentare

vielleicht ein erster schritt in die richtung

http://www.creativeregion.org/

Über den Autor

04.12.2009

Letzte Kommentare des Autors

Thema

Stadt

Aktuelle Tweets

LABKULTUR
[POP] und Migration in schräg unterhaltsamer Synthese #Fräulein_Nina und #Murat_Kayi http://t.co/gdjltlK6Yb #LABKULTUR
LABKULTUR
[FILM] Is British film industry weakened? Interview Agnès #Blandeau, festival cyle UNIVERCINE BRITANNIQUE http://t.co/sjYjXdl5dY #LABKULTUR
LABKULTUR
[ART] He used to be #art publisher, now creating some of the worlds best #liquors. #Stählemühle http://t.co/fvZfHHd2qO #LABKULTUR
LABKULTUR
[TCK] Erste @tweetCamp_DE in #Köln 15. und 16. Juni 2013 - mehr info unter http://t.co/AF55Jm38dT #tck13 #twitterisholy! /RT @schwarzesgold