USAP (c) Michael Zwei

USAP - Urban Solar Audio Plant

Künstler: Michael Zwei

Projektbeschreibung
Eine solarzellenbetriebene und W-Lan-gesteuerte Klanginstallationen für den öffentlichen Raum. Dies technisch anspruchsvolle und innovative Outdoor Projekt verbindet die Nutzung von erneuerbaren Energien mit Land Art, urbaner Intervention und Klangkunst.
Zentral ist die Entwicklung und der Bau von autonomen Lautsprecher-Einheiten, dessen Energieversorgung jeweils mit Hilfe von Hochleistungs-Solarzellen geschieht. Demzufolge ist die Realisierung des Urban Solar Audio Plant als ein sommerliches Outdoor-Projekt naheliegend.

Im Endstadium werden eine grosse Anzahl dieser Lautsprecher-Module
(20 – 30) in ausgewählten öffentlichen Räumen grossflächig und räumlich-dramaturgisch installiert. Der öffentliche Raum kann ein Park, ein städtischer Platz, ein urbanes Leerstands-Areal, eine Industriebrache, ein oder mehrere Strassenzüge oder ein Areal der Industriekultur sein.

Eine komplexe, für die zu bespielenden Räume eigens konzipierte, multikanalige Klangkomposition des Musikers und Klangkünstlers Peter Eisold bildet den Kern der Installation.

Die Übertragung der Klangereignisse wird durch ein komplexes, eigens für das USAP entwickeltes W-Lan System geschehen, also ebenfalls kabellos!

Als Schnittstelle für eine „Bürgerbeteiligung“ wird ein Upload-Portal im Internet eingerichtet, das es Interessierten ermöglicht, eigene Klänge, Aufnahmen, Statements  oder Fragmente in das USAP System einzuspeisen, die wiederum in die USAP Komposition in einem konstanten kompositorischen workflow integriert werden.

USAP (c) Michael Zwei
USAP (c) Michael Zwei
Der Gesamterlebnis der USAP Installation wird bestimmt durch eine klangliche Poetisierung von bis dahin komplett aussermusikalischen öffentlichen, urbanen Räumen , von einer audiophonen Kontemplation, von sich, bei der Bewegung durch das grossflächige USAP-Areal, ständig verlagernden Klangschichten und Überlagerungen und einer, für den zufälligen Passanten oder den USAP-Flaneur u.U. neuartigen audiophonen Entrückung.

Von grösster Relevanz ist von Beginn an die Entwicklung eines oder mehrerer Prototypen der autonomen Lautsprecher-Einheiten und der dazu gehörenden Übertragungs-Software. Die Kosten für den Bau der Prototypen belaufen sich auf c.a. 900 Euro.
Dies wird geschehen unter der technischen Leitung von: Michael Dawid.

Eine weitere Komponente dieses Projekts könnte die Einbindung eines umfangreichen Technologie- und Klangkunst Workshops für interessierte Jugendliche sein, bei dem die Erfahrungen der Prototyp-Entwicklung weitergegeben werden und in die Produktion der weiteren benötigten Audio Plant Komponenten einfliessen. Möglicher paralleler Bestandteil des Workshops wäre die Vermittlung der inhaltlich-technischen Umsetzung der multikanaligen Klangkomposition mit Hilfe von aktueller Musiksoftware.

Projektplanung / Realisation:
Michael Dawid / Kulturwerk e.V. Mülheim/ Peter E. Eisold / Mamadigital

Über den Künstler
Michael Dawid geb. 1976
lebt und arbeitet in Mülheim a.d. Ruhr und in Berlin.
Veranstaltungstechniker, Projektkoordinator.
Begründer und Geschäftsführung Kulturwerk-e.V.
Vorstandsmitglied KIT Initiative Deutschland
2011 Koordination und Kurator des Lichtkunstfestivals Frei_LICHT_Bühne in Mülheim a.d. Ruhr.
Freier Mitarbeiter Mamadigital / 3d Produktvisualisierung / Imagefilm.
Arbeit für Ruhr.2010, WDR Funkhaus Europa, Ruhrtriennale, Raumlabor Berlin u.v.m.

 


Über been out, vol. 1
been out, vol. 1 ist ein spartenübergreifendes Ausstellungslabor für junge Gegenwartskunst und künstlerische Innovationen aus den Bereichen zeitgenössischer Kunst, Medienkunst, digitaler und Gegenwartskultur. In Zeiten von Crossmedia und viralem Marketing fragt been out, vol. 1, organisiert von Bohème Précaire in Kooperation mit 2010LAB.tv, danach, wie die Kunst der „Digital Natives“ aussieht. Wie reflektiert Kunst dieses kulturelle Phänomen, wie arbeitet sie mit ihm, geht sie mit ihm um, reagiert sie?

Aufbrechen, die Perspektive wechseln, nach draußen gehen – been out, vol. 1 – das 3. Bohème Précaire-Festival für junge Gegenwartskunst – bedeutet:
Bewegung. Weg vom elitären Kunstbegriff, hinein in den Stadtraum. Gemeinsam mit den KünstlerInnen unternimmt "been out, vol. 1" den Versuch, eine neue Art von interdisziplinärem Wissen durch Austausch und kollaboratives Arbeiten zu erschaffen, neue Positionen zeitgenössischer Kunst vorzustellen, zukünftige Projekte zu konzipieren und sie umzusetzen. Im Mittelpunkt des Calls steht die Auseinandersetzung von künstlerischen Strategien mit öffentlichen, urbanen Räumen.
kunst.labor ist die Online Galerie von been out, vol. 1.
Weitere Informationen: www.bohemeprecaire.com
Und: www.facebook.com/beenout

Fr, 28.10.2011 0

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Über den Autor

29.09.2011

Thema

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Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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