Urbanatix beim Finale der Ruhr.2010 - Artisten stürmen Bochumer Jahrhunderthalle mit neuer Show

Das Street-Art Projekt URBANATIX stürmt die Bochumer Jahrhunderthalle mit einem neuen Programm. Vom 10. bis zum 19. Dezember 2010 zeigen lokale Talente zusammen mit etablierten Artisten was sie drauf haben.



Slang - Politik, Politik - Slang


Künstler aus dem URBANATIX-Team.
Tricking, B-boying, Flatland BMX und Parkour. Klingt so, als müsse man zunächst Vokabeln büffeln um zu verstehen, was da bei URBANATIX passiert. Christian Eggert, seines Zeichens Initiator des Projektes, gibt sich auf der anlässlich des neuen Show-Blocks einberufenen Pressekonferenz sichtlich Mühe, sämtliche Anglizismen der Jugendsprache in verständliches Hochdeutsch zu übersetzen. Spätestens nach Ansicht des Videotrailers wird klar, dass man es nicht mit ein paar Halbstarken zu tun hat, die unter Aufsicht des zuständigen Sozialarbeiters nach der Hausaufgabenbetreuung noch ein bisschen Dampf im Trainigsraum des Gemeindezentrums ablassen dürfen. Nein, diese Mischung aus Profis und Amateuren liefert Körperkunst auf hohem Niveau und in einem modernen Rahmen, der jung und alt gleichermassen fasziniert.



Das große URBANATIX - Finale in Bochum


A groove we can all dance to: Christian Eggert, Ottilie Scholz, Oliver Scheytt und Andreas Kuchajda (v.l.) grooven mit den URBANATIX.
Fast wäre es allerdings nicht soweit gekommen. Die Bewerbung des Projektes, in das Programm der Kulturhauptstadt aufgenommen zu werden, wurde zunächst abgelehnt. Ob dies anfänglichen Kommunikationsproblemen geschuldet war bleibt zwar offen, jedoch fühlt sich Christian Eggert sichtlich geschmeichelt, als der Geschäftsführer der Ruhr.2010-GmbH, Prof. Dr. Scheytt, das Projekt als besonderes Gesamtkunstwerk und wichtigen Beitrag für das große Finale der Kulturhauptstadt lobt. 

Auch die Bochumer Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz freut sich, ist es doch ein Bochumer Projekt, dass bereits jetzt zu einem so großen Erfolg geworden ist. Mehr als das Zusammenspiel verschiedener künstlerischer Disziplinen fasziniere sie jedoch die gesellschaftliche Signifikanz des Projektes, welches ein zeitgenössisches Paradebeispiel für gelungene Integration und Gemeinschaftsgefühl sei.



Die Künstler von URBANATIX wollen hoch hinaus.
Nachhaltige Perspektive


Nach den retrospektiv geprägten Wortbeiträgen ist klar, dass die Eindrücke vergangener Shows stark nachwirken. Um so spannender, dass man neue Künstler von internationalem Format für URBANATIX begeistern konnte. Dies ist ein Beispiel für die Dynamik des Konzeptes, in dessen Rahmen auch im kommenden Jahr Shows geplant sind. Vielleicht wird dann, um Street-Art nachhaltig im Ruhrgebiet zu verorten, auch Christian Eggerts Wunschprojekt realisiert werden können: Eine moderne Artisten-Schule in der Metropole Ruhr.


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Fr, 19.11.2010 0

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04.10.2010

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Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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