
Tischtennis in Tallinn: Sozialer Plastikball
Tischtennis ist weltweit auf dem Weg zur neuen Trendsportart. In Clubs für Hipster. Oder umsonst, draußen und im Rudel. Auch in Tallinn versuchen sich Aktive an Netzbällen und Netzwerken.
Bochumer "Rundlauf" heißt ein Maiabend für Kulturtreibende jenseits von Staatskultur und Bermudadreieck. Doch die Stadtteilbelebung wurde im Bochumer Westen nicht zu Ende gedacht. Anders in Tallinn, der Nachfolgekulturhauptstadt. Hier steht der Rundlauf wirklich im Mittelpunkt eines Festivals namens "Pinksiklubi 2011".
Bis zu 20 Spieler werden sich vom 13. bis 16. Juli um einen Tischtennistisch scharen und versuchen, den Ball im Spiel zu halten. Dazu erklingt frische elektronische Tanzmusik, Getränke werden gereicht. Wer verschlägt, scheidet aus. Wartet auf das nächste Spiel. Das ist es. Ein Gesellschaftsspiel mit Hintersinn.
Tischtennis ist im Kommen. In New York ist der linksdemokratische Schauspielstar Susan Sarandon an dem Kultladen Spin! beteiligt, der schnell zum Ort für allerlei glamouröse Feierlichkeiten wurde. Mit Ablegern in Milwaukee, St. Pete oder Toronto. Eine Nummer kleiner, dafür aber schon etwas länger, gibt es das in Europa, in Kopenhagen und natürlich in Berlin, natürlich mit Manifest.
Tatsächlich macht Tischtennis ziemlich viel Sinn: die Verbindung von Ausgehen und Leibesübung, Sport und Musik, Netzbällen und Netzwerken. Der Sport in knappen kurzen Hosen ist eine urdemokratische, kostengünstige, globale Ausgabe des Ballspielens und urban, im modernsten Sinn: Ressourcen schonend. Weniger Platz brauchen nur Denksportler.
Auch Rundlauftischtennis geht fast überall - in Bars, auf dem Flur, im Club, im Büro. Erst recht draußen auf dem Spielplatz, im Park. Leute kommen zusammen, spielen oder schauen zu, sozialer Plastikball schafft soziale Plastik. Nichts muss erfunden werden. Die Tische stehen schon herum, müssten hergerichtet werden, gesäubert, zurecht gebogen. Das ist schon alles.
Auch die Tallinner Macher von Pinksiklubi 2011 sehen sich als Teil des allgemeinen Ping-Pong-Revivals. Die vier Rundlauf-Tage sollen nicht weniger als den "sozialen Zusammenhalt" fördern. Beteiligen dürfen sich alle, denen die "ästhetische Weiterentwicklung der Städte" am Herzen liegt. Etwa "Tischtennisfreunde, Musikhörer, Studenten, Touristen, Mütter, Väter und Großeltern". Und vielleicht inspiriert das Tallinner Tischtennisexperiment die Macher des Bochumer Rundlaufs auch zum Platte putzen. Auf dem Springerplatz steht schon ein Tisch.


Tischtennisschläger
Bis zu 20 Spieler werden sich vom 13. bis 16. Juli um einen Tischtennistisch scharen und versuchen, den Ball im Spiel zu halten. Dazu erklingt frische elektronische Tanzmusik, Getränke werden gereicht. Wer verschlägt, scheidet aus. Wartet auf das nächste Spiel. Das ist es. Ein Gesellschaftsspiel mit Hintersinn.
Tischtennis ist im Kommen. In New York ist der linksdemokratische Schauspielstar Susan Sarandon an dem Kultladen Spin! beteiligt, der schnell zum Ort für allerlei glamouröse Feierlichkeiten wurde. Mit Ablegern in Milwaukee, St. Pete oder Toronto. Eine Nummer kleiner, dafür aber schon etwas länger, gibt es das in Europa, in Kopenhagen und natürlich in Berlin, natürlich mit Manifest.

Rundlauf steht wirklich im Mittelpunkt eines Festivals namens "Pinksiklubi 2011".
Auch Rundlauftischtennis geht fast überall - in Bars, auf dem Flur, im Club, im Büro. Erst recht draußen auf dem Spielplatz, im Park. Leute kommen zusammen, spielen oder schauen zu, sozialer Plastikball schafft soziale Plastik. Nichts muss erfunden werden. Die Tische stehen schon herum, müssten hergerichtet werden, gesäubert, zurecht gebogen. Das ist schon alles.
Auch die Tallinner Macher von Pinksiklubi 2011 sehen sich als Teil des allgemeinen Ping-Pong-Revivals. Die vier Rundlauf-Tage sollen nicht weniger als den "sozialen Zusammenhalt" fördern. Beteiligen dürfen sich alle, denen die "ästhetische Weiterentwicklung der Städte" am Herzen liegt. Etwa "Tischtennisfreunde, Musikhörer, Studenten, Touristen, Mütter, Väter und Großeltern". Und vielleicht inspiriert das Tallinner Tischtennisexperiment die Macher des Bochumer Rundlaufs auch zum Platte putzen. Auf dem Springerplatz steht schon ein Tisch.

Tischtennis
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Di, 12.07.2011
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