Sonarcities - Kreativquartier Oberhausen

Das centrO.
Sonarcities dokumentiert multimedial die Entwicklung der Kreativ.Quartiere im Ruhrgebiet. In der ersten Oberhausen-Folge steht das „alte“ Zentrum im Mittelpunkt.Kohle und Stahl bildeten in Oberhausen über Generationen das wirtschaftliche Fundament. Die Krise der Montanindustrie führte zwischen 1962 und 1997 zum Verlust von zirka 47.000 Arbeitsplätzen in Bergbau und Produktion.

Mit der Schließung des Elektrostahlwerks gleich neben dem CentrO im Dezember 1997 und der Stilllegung des Nordschachtes der ehemaligen Zeche Osterfeld nur wenige Wochen später, verabschiedete sich die Schwerindustrie komplett aus Oberhausen.

Die „Neue Mitte Oberhausen“

Der Gasometer in Oberhausen.
In den 1990er Jahren entstand auf dem ehemaligen Industriegelände der Gutehoffnungshütte, später Thyssen, als weiteres Stadtzentrum die „Neue Mitte Oberhausen“ (CentrO). Durch städtebauliche Maßnahmen, die Ansiedlung von modernen Dienstleistungs- und Industrieunternehmen und durch umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur, wurde ein Strukturwandel vom Industriestandort zum Dienstleistungs- und Tourismusstandort vollzogen. Überregional bekannt wurde auch das Wahrzeichen der Stadt, der Gasometer.

Trotz solcher Publikumsmagneten ist Oberhausen eine der am höchsten verschuldeten Städte Deutschlands. Oberhausen hat nun seine (alte) Innenstadt, die unter der wirtschaftlichen Anziehungskraft der Neuen Mitte leidet, zum Kreativquartier deklariert.

Leerstehende Ladenlokale sollen von Künstlern und Kreativen neu genutzt werden und dadurch eine Neubelebung der Innenstadt bewirken. Insbesondere in Zusammenarbeit mit Kreativen aus den Niederlanden soll die Zukunft der Innenstadt wieder neu erfunden werden.
 

 

Über Sonarcities

Sonarcities zeigt die Entwicklung der Kreativ.Quartiere als interaktives, multimediales Hybrid. Angelegt als künstlerische Langzeitdokumentation in mehreren Episoden, thematisiert das Projekt den urbanen Prozess verschiedener Kreativquartiere im Hinblick auf die Entwicklung der Kreativwirtschaft. Der multimediale Player ist Netzkunst an den Schnittstellen von Fotografie, Video, Dokumentation und Klangkunst.

Erstveröffentlichung am 10.10.2011

Fotos: various visual stuff (Foto 1), sandro.s (Foto 2).
 

Sa, 18.02.2012 0

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29.10.2010

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