
Ruhrtriennale zelebrierte Ausbruch der Kultur
Festival-Bilanz 2011 durchweg positiv. NRW-Ministerin Schäfer dämpft aber allgemeine Erwartungen an der Ruhr
Da mochte der Herbst im Ruhrgebiet angekommen sein wie er wollte, die Verantwortlichen der Ruhrtriennale ließen es sich bei der Abschlusspressekonferenz in der Bochumer Jahrhunderthalle nicht nehmen, sich im Glanze des Erreichten zu sonnen. NRW-Ministerin und Triennale-Aufsichtsratsvorsitzende Ute Schäfer, Intendant Willy Decker, Chef-Dramaturgin Eva-Maria Voigtländer und der kaufmännische Geschäftsführer Michael Helmbold zogen eine Erfolgsbilanz in allen Bereichen. Von nackten Zahlen bis zu emotionalen Momenten.

Auslastung von 87 Prozent
An die 44.000 Zuschauer in rund 140 Vorstellungen an den Standorten Duisburg, Gladbeck, Essen, Oberhausen und Bochum bedeuteten für 2011 eine mehr als respektable Auslastung von 87 Prozent, wie Zahlenmeister Helmbold mitteilte und stolz hinzufügte: „Wir haben über drei Jahre sechs Mio. Euro Einnahmen generiert.“ Vornehmlich zusammengesetzt aus Ticketverkäufen, Gastspiellizenzen, Senderechten, Sponsoren- und Stiftungsbeiträge. Damit ließen sich ca. 40 Stammmitarbeiter, weitere 500 Angestellte während der Produktionsphase sowie 600 Künstler finanzieren. Was Heiner Goebbels, der von Willy Decker das Intendantenzepter übernimmt, besonders freudig zur Kenntnis nehmen wird, ist die Tatsache, dass laut Helmbold „ein hoher sechsstelliger Betrag an die Nachfolger als Startkapital übergeben werden kann.“

Teaserfoto (Triennaleproduktion "Tristan & Isolde"): Paul Leclaire
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