
Rückblick, Bestandsaufnahme, Zukunft: 25 Jahre Galerie Schütte
- Serie: Kunst
166 Ausstellungen, 25 Jahre und ein eigenwilliges Galerieprogramm – Gerd Schütte begeht am 2. Juli 2011 den 25. Jahrestag seiner Galerie Schütte in Essen-Kettwig. Die Gründung, so der Kunst- und Musikpädagoge, sei reiner Zufall gewesen.

Selbst als Kunstsammler unterwegs, traten 1984 auf einer Kunstmesse in Dortmund Künstler an ihn heran und erkundigten sich nach Ausstellungsmöglichkeiten. „Dann habe ich einfach meine erste Ausstellung zu Hause gemacht – und sogar sechs Bilder verkauft”, erzählt Gerd Schütte. Ein halbes Jahr später folgte eine weitere Ausstellung, in der ebenso gut verkauft wurde. Das Gewerbe wurde angemeldet und die Galerie Schütte 1986 offiziell begründet.
Heute vertritt der Essener 20 Künstler, unter anderem Norbert Fleischmann, Tom Barth oder Laura Ribero. Besucher kommen nicht nur aus Essen, sondern auch aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland.
„Als ich in Düsseldorf zum ersten Mal schwarze Bilder gesehen habe, wusste ich, dass ich mein Herz für die reduzierte Malerei entdeckt hatte”, erinnert sich Gerd Schütte. Als er 1990 seine neuen Galerieräume in der Bornstraße bezog, richtete er sein Galerieprogramm abseits des Mainstream aus. „Das waren nie zeitgeistige Sachen, sondern am liebsten monochrome, reduzierte Malerei. Mein Galerieprogramm ist ein sprödes. Das macht den Zugang vielleicht nicht immer einfach. Aber ich möchte mit Künstlern arbeiten die zu mir passen”, sagt Gerd Schütte. In den 1990er-Jahren entdeckte er zudem die Fotografie. „Es ist die Schnittstelle zur Malerei, die mich interessiert, die inszenierte Fotografie."
Das Krisenjahr 2008 war kein einfaches für Gerd Schütte. Der Schwund an Galerien habe in dieser Zeit zugenommen. Heute gebe es heute zu wenig Galerien, die man ernst nehmen könne, meint Gerd Schütte. Für eine Großstadt wie Essen sei das enttäuschend. 2003 richtete er seine letzte Ausstellung in der Bornstraße aus und fand anschließend sein Haus in Kettwig. Heute heißt es in der Gründerzeit-Villa: Galerie und Wohnen unter einem Dach.

"Manchmal kommen Menschen, um Kunst wie ein Möbelstück zu erwerben. Aber ich muss hinter einem Verkauf stehen. Das ist manchmal mühselig. Dann durchläuft man auch mal Durststrecken. Dabei muss ich natürlich auch kalkuliert arbeiten”, so Gerd Schütte. Trotz aller Durstrecken, die Kunst bestimmt sein Leben: „Ich beschäftigte mich permanent mit Kunst. Mein Job ist keiner der mit 65 aufhört. Mittlerweile merken Leute auch, da hat jemand als Galerist ein Gespür”, sagt Gerd Schütte. „Man nimmt mich ernst.”
Zum Jubiläum präsentiert Gerd Schütte vom 2. Juli bis zum 10. September 2011 mit der Ausstellung FARBE - RAUM - KONZEPT / MALEREI den ersten Teil seiner Jubiläumsausstellung als Rückblick, Bestandsaufnahme und mit Blick in die Zukunft. Mit dabei ist unter anderem der Künstler Norbert Fleischmann als regelmäßiger Gast in der Galerie Schütte, daneben Ahn Hyun - Ju oder Eva-Maria Kollischan. Teil II besteht aus den Werken von 13 fotografischen Künstlern, unter anderem von Roland Geissel, Nina Brauhauser oder Laura Ribero wird am 17. September eröffnet.
Ausstellung
Farbe, Raum, Konzept – Teil 1 und Teil II - 25 Jahre Schütte
2. Juli bis 10. September 2011
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Norbert Fleischmann "reflect", 2008, 25 x 30 cm, Acryl auf Holzkonstruktion
Selbst als Kunstsammler unterwegs, traten 1984 auf einer Kunstmesse in Dortmund Künstler an ihn heran und erkundigten sich nach Ausstellungsmöglichkeiten. „Dann habe ich einfach meine erste Ausstellung zu Hause gemacht – und sogar sechs Bilder verkauft”, erzählt Gerd Schütte. Ein halbes Jahr später folgte eine weitere Ausstellung, in der ebenso gut verkauft wurde. Das Gewerbe wurde angemeldet und die Galerie Schütte 1986 offiziell begründet.
Heute vertritt der Essener 20 Künstler, unter anderem Norbert Fleischmann, Tom Barth oder Laura Ribero. Besucher kommen nicht nur aus Essen, sondern auch aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland.
Thom Barth "ohne Titel ", 2005, 50 x 50 cm, Lack, Folie, Holz Am liebsten monochrome, reduzierte Malerei

Thom Barth "ohne Titel ", 2005, 50 x 50 cm, Lack, Folie, Holz
„Als ich in Düsseldorf zum ersten Mal schwarze Bilder gesehen habe, wusste ich, dass ich mein Herz für die reduzierte Malerei entdeckt hatte”, erinnert sich Gerd Schütte. Als er 1990 seine neuen Galerieräume in der Bornstraße bezog, richtete er sein Galerieprogramm abseits des Mainstream aus. „Das waren nie zeitgeistige Sachen, sondern am liebsten monochrome, reduzierte Malerei. Mein Galerieprogramm ist ein sprödes. Das macht den Zugang vielleicht nicht immer einfach. Aber ich möchte mit Künstlern arbeiten die zu mir passen”, sagt Gerd Schütte. In den 1990er-Jahren entdeckte er zudem die Fotografie. „Es ist die Schnittstelle zur Malerei, die mich interessiert, die inszenierte Fotografie."
Galerie und Wohnen unter einem Dach
Das Krisenjahr 2008 war kein einfaches für Gerd Schütte. Der Schwund an Galerien habe in dieser Zeit zugenommen. Heute gebe es heute zu wenig Galerien, die man ernst nehmen könne, meint Gerd Schütte. Für eine Großstadt wie Essen sei das enttäuschend. 2003 richtete er seine letzte Ausstellung in der Bornstraße aus und fand anschließend sein Haus in Kettwig. Heute heißt es in der Gründerzeit-Villa: Galerie und Wohnen unter einem Dach.

Laura Ribero "The Letter", 2010, 48 x 31 cm, C-Print
"Manchmal kommen Menschen, um Kunst wie ein Möbelstück zu erwerben. Aber ich muss hinter einem Verkauf stehen. Das ist manchmal mühselig. Dann durchläuft man auch mal Durststrecken. Dabei muss ich natürlich auch kalkuliert arbeiten”, so Gerd Schütte. Trotz aller Durstrecken, die Kunst bestimmt sein Leben: „Ich beschäftigte mich permanent mit Kunst. Mein Job ist keiner der mit 65 aufhört. Mittlerweile merken Leute auch, da hat jemand als Galerist ein Gespür”, sagt Gerd Schütte. „Man nimmt mich ernst.”
Jubiläum mit Rückblick, Bestandsaufnahme und Blick in die Zukunft
Zum Jubiläum präsentiert Gerd Schütte vom 2. Juli bis zum 10. September 2011 mit der Ausstellung FARBE - RAUM - KONZEPT / MALEREI den ersten Teil seiner Jubiläumsausstellung als Rückblick, Bestandsaufnahme und mit Blick in die Zukunft. Mit dabei ist unter anderem der Künstler Norbert Fleischmann als regelmäßiger Gast in der Galerie Schütte, daneben Ahn Hyun - Ju oder Eva-Maria Kollischan. Teil II besteht aus den Werken von 13 fotografischen Künstlern, unter anderem von Roland Geissel, Nina Brauhauser oder Laura Ribero wird am 17. September eröffnet.
Ausstellung
Farbe, Raum, Konzept – Teil 1 und Teil II - 25 Jahre Schütte
2. Juli bis 10. September 2011
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So, 26.06.2011
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