Projekt: Killerphrasen – Können Worte töten?

Viele Jugendliche finden heutzutage kein adäquates Ventil mehr für ihre Eindrücke, Gedanken und Gefühle. In einer schnelllebigen Welt, die immer mehr Individualität bietet und fordert, erscheinen künstlerische Ausdrucksformen immer wichtiger. Den eigenen Gedanken ein Gesicht verleihen, in dem man sich selbst wiederfinden kann. Eine schwierige Aufgabe, die ab dem 06. Mai unter dem Motto "Killerphrasen – Können Worte töten?" in Witten in Angriff genommen wird.

Unter professioneller Leitung lernen die Teilnehmer ihre Themen in Wort und Bild darzustellen. Die Schriftstellerin Pamela Granderath zeigt, wie man seine persönlichen Themen schlagkräftig formuliert. Der Grafikdesigner Daniel Balzer kümmert sich darum, dass das Innere in Form eines Bildes nach außen getragen werden kann. Zum Abschluss des Projektes gibt es eine Ausstellung im Märkischen Museum mit ausgewählten Illustrationen und Texten. Veranstaltungsort ist der neue Werk-Stadt-Treff.

Fr, 30.04.2010 2

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Kommentare

"viele" = nicht alle. bzw

"viele" = nicht alle. bzw vielen kann es gut tun wenn ihnen möglichkeiten aufgezeigt werden, wie sie sich selbst ausdrücken können. individualität als logische Konsequenz durch die auflösung tradierter werte, bildungsexpansion etc. eine ausdrucksform soll also nicht der individualität entegegen wirken, sondern helfen sich in einer welt in der individualität immer wichtiger wird, zurecht zu finden. ich habe individualität in überhaupt keinen negativen kontext gesetzt sondern lediglich eine beobachtende äußerung getätigt. nichts weiter. "darüber hinaus ist meiner meinung nach das interesse am künstlersein (die als künstler sozialversichterten haben sich von 1990 bis heute versechsfacht!) nichts anderes als ausdruck dieses wunsches nach selbstbestimmung und individualität." thats right.

???

junge menschen finden keine ausdrucksformen mehr? was soll das denn bitte heißen? das gegenteil ist richtig: "schnelllebige welt" (von den jungen leuten netzaffin selbst so schnell gemacht) mit "mehr individualität" (was die folge des ausdruckswillens ist). individuell sein wollen. darüber hinaus ist meiner meinung nach das interesse am künstlersein (die als künstler sozialversichterten haben sich von 1990 bis heute versechsfacht!) nichts anderes als ausdruck dieses wunsches nach selbstbestimmung und individualität. selbstausbeutung und individualität als lebensprinzip.
"den eigenen gedanken ein gesicht geben" soll also in Witten gelehrt werden, "persönliche Themen schlagkräftig formulieren" auch: was ist das denn bitte anderes als die weiter oben beklagte "mehr (an) Individualität" - nur eben auf einer anderen Ebene. und überhaupt: seit wann wissen Jugendliche sich nicht mehr auszudrücken? das problem ist eher, dass die Älteren sie nicht mehr verstehen.

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17.01.2010

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