
Popkultur trifft Hochkultur – geht das?
Das New Fall Festival in Düsseldorf
Am 11. Oktober 2011 beginnt in Düsseldorf das erste New Fall Festival. Ähnlich dem Dortmunder Pop-Abo oder auch den c/o Pop Konzerten in der Kölner Philharmonie versuchen die Veranstalter, aktuelle Bands wie Nouvelle Vague, Jens Lekman, James Yuill oder Gentleman in ausgewählten Orten spielen zu lassen. 2010LAB.tv sprach mit Philipp Budde, der den Marketingbereich für das New Fall Festival betreut.
In diesem Jahr findet in Düsseldorf zum ersten Mal das New Fall Festival statt. Welche Intention verfolgt Ihr mit diesem Festival?

Unser Festival bietet eine Alternative zu herkömmlichen Popkonzerten. Von diesem Jahr an wird das Festival jährlich stattfinden, eben weil wir daran glauben, dass dieses Konzept vielen Musikliebhabern gefallen wird.
Das musikalische Programm reicht von Singer/Songwriter bis Elektro. Welches Publikum wollt Ihr damit ansprechen?
Die Auswahl der Bands spricht hoffentlich ganz unterschiedlicher Personenkreise an. Gentleman ist auch etwas für jüngere Generationen, so um die 20. Die Fans von Nouvelle Vague sind meist eher um die 30 Jahre und älter. Die Auswahl der Musikrichtungen ist für all jene etwas, die leicht melancholische Herbstklänge mögen, ganz gleich ob elektronisch oder handgemacht. 
Ist es gerade in Düsseldorf nicht schwierig, ein Publikum für dieses vielseitige Programm zu begeistern?
Ja, es ist nicht leicht, in Düsseldorf unser Publikum zu erreichen und sich eine kleine Fangemeinde aufzubauen. Ein solches Festival würde man wohl eher in Köln, Hamburg oder Berlin erwarten. Aber wir geben unser Bestes, dieses abwechslungsreiche Programm bekannt zu machen und können dabei auf die tatkräftige Unterstützung vieler HelferInnen zählen.
Ende September fand in Düsseldorf der Altstadtherbst statt. Zwei Wochen später startet Ihr das New Fall Festival. Könnt Ihr auf eine ähnliche Förderung durch Stadt und Sponsoren zurückgreifen?
Mir ist nicht bekannt, dass wir Unterstützung der Stadt Düsseldorf bekommen. Ich meine, wir haben zwar die Erlaubnis, zwei der schönsten Konzertsäle der Stadt zu bespielen, aber finanzielle oder auch Sachmittelunterstützung erreichte uns bisher noch nicht.
Ihr habt Euch im Vorfeld zwei sehr schöne Locations ausgesucht. Nach welchen Kriterien habt Ihr Euch für Tonhalle und Robert-Schumann-Saal entschieden?
Diese beiden wundervollen Orte biete einfach die perfekte Infrastruktur für unser Festival. Wie bereits erwähnt, werden der Klang und die gute Sicht auf die Konzerte umwerfend sein. Zudem klappte auch die Zusammenarbeit mit den beiden Einrichtungen auf Anhieb sehr gut.

Beide Einrichtungen sind sehr engagiert und hilfsbereit. Man darf nicht vergessen, dass es sich hierbei um hochgradig organisierte Verwaltungsapparate handelt, die meist eher unflexibel und bürokratisch sind. Aber die Zusammenarbeit im Rahmen des New Fall Festival verlief bisher reibungslos. Wir freuen uns, dass unser Festival in diesen beiden Orten stattfinden darf.
Update: Das morgige Konzert, Mittwoch der 12.10 um 20 Uhr fällt leider aus!
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