Odyssee zum Frühstücksbuffett

Mittwoch, 26. Mai 2010

Früh noch im blauen Himmel den Tag sonnig ahnend, bin ich abends eines besseren belehrt. Die graue Decke legte sich über der Vöglein Gesang. 

Frühstücksgeschenk

Man macht sich also des Morgens auf, um ein Geschenk einzulösen.   Wir wollen frühstücken, solange die Sonne mitmacht, wollen Ballons sehen aus luftiger Höh‘, so den Tag beginnen. Der Rest ist Arbeit nach Freizeit oder offensiver Trott.
Ziel Nummer eins ist der Florianturm in Dortmund. Aussagen über dessen Öffnungszeiten finden sich mannigfaltig im Internet. Man kann sich‘s aussuchen. Das Restaurant on top of the pott ist abends geöffnet. Will tagsüber keiner beim schlucken gucken? Nachts ist die Aussicht eher schmal, denke ich. Aber den Turm, den kann man mit einem Aufzug erreichen und dann gucken. Jau.
Vorher wollen wir unten bleiben und frühstücken im Parkrestaurant im Westfalenpark, dem viel besuchten, gegen Eintritt. Hat zu. Steht dran: geöffnet ab 10.00 Uhr. An einer anderen Tür entdecken wir: ab 1. Februar geöffnet ab 15.00 Uhr. Damit ist aber der Turm gemeint. Also beides zu. Warum sollte auch geöffnet sein? Kunden im Park? Igitt!

Kunde ist bäh!

Also wieder raus aus dem Park, zum Parkplatz. Nächster Versuch: Hotel. „Frühstück nur bis 10.00, sonntags bis 11.00“. Weiter in eine Kleingartenanlage, also auch ein Ort der Freizeit. „Betriebsferien“. Welche eine Frechheit! Man sollte die Pächter verpflichten, zu öffnen, um dem hungrigen Wanderer Speis und Trank anzubieten, den Nordic Walkern, den Rentnern, den Spaziergängern, den Taugenichtsen, den Zeitverwertern und Zeitungslesern. Weiter geht’s in ein Café am Nordmarkt. Dort gibt es sicher Frühstück bis mittags. Parkplatz suchen, finden, gemäßigte Zuversicht. Geschlossen. Keine Gründe, keine Hinweise. Keine Lust?
Dann also doch in die City, wo der teuerste Parkplatz in einem Parkhaus der Stadt genutzt werden muss, weil der Hunger ohnehin schon die Laune verdirbt. Die Kellnerin in Lederjacke – es war etwas zugig – brummelt etwas vor sich hin, nachdem ich anstelle von Toast normales Brot ohne Körner haben will.
Es wird also letztlich gefrühstückt. Die Stadt hat fast 600.000 Einwohner. Was ist los vormittags? Hölle für den Hungrigen oder Citypreise mit kaltem Salatblatt an weiterer Dekoration. Die Leiden des alten R.

Noch mal Ballons und der Apfel

Wir sind echt die größten.
„…die größte Kunstinstallation der Welt schmückt bis zum 30. Mai 2010 den längst wieder blauen Himmel über dem Ruhrgebiet.“ 

Ballons haben wir heute nicht gesehen.
Noch etwas für dich und mich:

„Am 21. Mai hat RUHR.2010 die Applikation zur Kulturhauptstadt Europas vorgestellt: für iPhone, iPod und iPad. Die Software bietet einen mobilen Zugang zum umfangreichen Programm mit allen RUHR.2010 Ereignissen in der Metropole Ruhr.“

Hab ich mir sofort draufgeballert.

 

Fr, 28.05.2010 0

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03.03.2010

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Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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